Äußerst seltenes Covid-Symptom

Mit Ohnmachtsanfällen ins Krankenhaus eingeliefert- Ärzte stellen Zusammenhang zu Corona fest

Schild Klinikum (Symbolbild)
Schild Klinikum (Symbolbild)
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15. Januar 2022 - 8:52 Uhr

Seltenes Corona-Symptom

Ein 35-jähriger Mann ist nach mehreren Ohnmachtsanfällen in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert worden. Der Patient berichtete von wiederkehrenden Anfällen, die immer dann auftreten, wenn er sich aus der Liegeposition aufrichtet. Einen Tag zuvor habe er eine Fieberepisode gehabt, sonst keine Beschwerden. Zunächst war rätselhaft, worauf die Ohnmachten zurückzuführen waren, doch dann fanden Ärzte den Ursprung: Corona! Wie die "Ärztezeitung" berichtet, haben zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass eine Corona-Erkrankung die Ohnmachtsanfälle (Synkopen) ausgelöst hatte. Sie gelten als höchst seltenes Covid-Symptom.

Ohnmacht als Früh-Warnzeichen für Covid

37 Corona-Studien mit insgesamt 14.438 Patienten von 2021 haben ebenfalls belegt, dass Ohnmacht nicht häufig im Zusammenhang mit Corona steht, aber durchaus auftreten kann und in seltenen Fällen auch das Hauptsymptom sein kann. So berichtet auch Focus Online. Die Studien haben festgestellt, dass bei 4,2 Prozent der Infizierten im frühen Corona-Stadium eine Ohmacht oder das Gefühl einer bevorstehenden Bewusstlosigkeit aufgetreten war. Das betraf besonders ältere Menschen über 60 Jahre.

Wichtig sei, dass Ohnmacht zwar kein typisches Corona-Symptom sei, aber dennoch als Anzeichen im frühen Stadium der Infektion erst genommen werden sollte. Die Ohnmacht tritt laut der Studien ungefähr drei Tage vor einem positiven Test auf. Es ist also ein Warnzeichen einer nahenden Infektion und ermöglicht bestenfalls eine frühzeitige Diagnose. (lgr)