20. Mai 2019 - 13:28 Uhr

Im Video: Blakes (5) Traum zu laufen geht in Erfüllung

Losrennen, springen oder mit seinen Freunden toben - für Blake Mompher war das bisher unvorstellbar. Der fünfjährige Junge aus Prospect im US-Bundesstaat Ohio kam mit einem sogenannten "offenen Rücken" (Spina bifida) und einem Wasserkopf (Hydrocephalus) zur Welt. Die Folge: Blake kann nicht laufen. Und soll es laut der Diagnose seiner Ärzte auch niemals können.

Doch Blake setzt sich ein Ziel: Er will sein Abschlusszeugnis der Vorschule laufend entgegennehmen - und überrascht am Tag der Abschlussfeier den ganzen Saal. Den überwältigenden Moment zeigt unser Video.

Was ist Spina bifida?

Spina bifida, auch "offener Rücken" oder Spaltwirbel genannt, ist eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks. In der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche entsteht beim Embryo das sogenannte Neuralrohr. Aus diesem entwickelt sich später das zentrale Nervensystem. Verschließt sich das Neuralrohr in dieser Phase nicht oder nicht vollständig, können Fehlbildungen von Wirbelsäule, Rückenmark oder Gehirn die Folge sein.

Spina bifida tritt etwa bei jedem tausendsten Neugeborenen auf. Die Beeinträchtigungen für Betroffene können von Sensibilitätsstörungen bis zur Querschnittlähmung reichen. Häufig leiden Betroffene auch unter Blasen- und Darmentleerungsstörungen. Auch geistige Einschränkungen sind möglich. Meist werden Kinder mit Spina bifida direkt nach der Geburt operiert und anschließend physiotherapeutisch betreut.

Als Ursache wird vor allem ein Folsäuremangel im Frühstadium der Schwangerschaft vermutet. Frauen wird darum empfohlen, bereits vor einer möglichen Schwangerschaft sowie im frühen Stadium der Schwangerschaft Folsäurepräparate einzunehmen, um einer Spina bifida vorzubeugen.