Butter bei die Fische!

Öko-Test: DIESE Fischstäbchen können Sie guten Gewissens kaufen

Öko-Test hat Fischstäbchen geprüft.
© iStockphoto

26. Juni 2020 - 12:07 Uhr

20 verschiedene Fischstäbchen wurden getestet

Sie sind klein, lecker und vor allem: schnell zubereitet. Ein ideales Gericht für Familien, wenn die Zeit zum Kochen mal wieder knapp ist – Fischstäbchen. Beliebt sind die goldenen Sticks besonders mit Kartoffelbrei oder Pommes und 2019 feierten sie sogar ein Jubiläum: Das Fischstäbchen wurde 60!

Öko-Test hat jetzt 20 verschiedene Fischstäbchen aus Supermärkten, Bio-Läden und Tiefkühllieferdiensten unter die Lupe genommen. Getestet wurde das Lieblingsgericht der Kinder unter anderem in puncto Inhaltsstoffe, Geschmack und Nachhaltigkeit. Wir zeigen, welche Fischstäbchen Sie ohne Bedenken servieren können.

12 von 20 Fischstäbchen sind sehr gut bis gut

Insgesamt vier Produkte kann Öko-Test mit "sehr gutem" Ergebnis hinsichtlich nachhaltigem Fischfang und tadellosen Inhaltsstoffen empfehlen. Der Knackpunkt: Leider sind die Produkte nichts für den schmalen Geldbeutel. Die "Wild Ocean Seelachs Fischstäbchen" von Demeter kosten pro 450 Gramm schon 8,89 Euro. Die "10 Fischstäbchen in Bio-Panade" vom Anbieter Followfish gibt es für 5,38 Euro. Mit dabei ist auch der bekannte Anbieter Käpt'n Iglo. Aber Achtung: Mit Prädikat "sehr gut" schnitten nur die 8 Lachsstäbchen ab. Die gibt es im Handel für rund 7 Euro zu kaufen.

Acht Produkte werden von Öko-Test insgesamt mit "gut" bewertet. Darunter die Fischstäbchen von Aldi Süd und Aldi Nord, Lidl und Frosta. Die sind im Verhältnis zu den Fischstäbchen der Bio-Marken auch deutlich günstiger. Im Schnitt bekommen Sie 15 Stück tiefgefroren für ca. 2 Euro.

Das gesamte Testergebnis können Sie bei Öko-Test nachlesen.

Iglo-Fischstäbchen nur mangelhaft

Ein ziemlich bekanntes Produkt schnitt im Test allerdings gar nicht gut ab: Die klassischen "Käpt'n Iglo 15 Fischstäbchen" erhielten nur die Note mangelhaft. Wie in vier anderen getesteten Produkten wurden darin "erhöhte" Gehalte des Fettschadstoffs 3-MCPD nachgewiesen, in den Iglo-Fischstäbchen ist dieser sogar "stark erhöht". 3-MCPD kann, so Tierversuche, zu Schäden an den Nieren führen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat deshalb eine maximale Aufnahmemenge pro Tag festgelegt. Ein 30 Kilo schweres Kind würde diese schon überschreiten, wenn es fünf Iglo-Stäbchen isst, so Öko-Test.

Ebenso "mangelhaft" schnitten auch die Stäbchen der Bio-Marke "Alnatura" im Test ab. Hier werden die Inhaltsstoffe zwar mit "sehr gut" bewertet, insgesamt sind die Stäbchen laut Öko-Test aber zu klein. Klarer Minuspunkt: Die schädliche Fangmethode mit Grundschleppnetzen. Forscher und Umweltschützer fordern seit Jahren ein Verbot, weil Lebensgemeinschaften am Meeresboden durch den Einsatz der schweren Geräte zerstört werden.

Eismann ist ungenügend

Ganz und gar nicht zu empfehlen sind laut Öko-Test die Fischstäbchen des Tiefkühllieferdienstes "Eismann" für 4,49 Euro. Die Panade löste sich teilweise ab und auch der Fettschadstoffs 3-MCPD wurde als "stark erhöht" eingestuft. Die Stäbchen wurden von Öko-Test als einziges Produkt mit "ungenügend" bewertet.

Fangmethoden meist schonend

Die Ergebnisse in puncto Nachhaltigkeit fallen im Test insgesamt besser aus. Größtenteils werden "schwebende" Schleppnetze eingesetzt, die nicht auf dem Meeresboden schleifen. Die meisten Produzenten setzen auf Fische aus gesunden Beständen, etwa Alaska-Seelachs aus dem Nordpazifik. Grünes Licht geben die Experten auch für die Produkte, die Seelachs enthalten, wie die von "Iglo" und "Wild Ocean".