9. Mai 2019 - 15:05 Uhr

Seit 1959 in Deutschland auf dem Markt

Am 09. Mai 2019 feiern wir einen ganz besonderen Geburtstag: Das Fischstäbchen wird 60! Zumindest in Deutschland, denn hierzulande wurde es erst 1959 auf den Markt gebracht. Und bis heute feiert es einen nicht enden wollenden Siegeszug, vor allem bei den ganz Kleinen. Aber auch Erwachsene freuen sich immer wieder über die eckigen Fischhappen – dabei wissen viele gar nicht mehr, woraus die eigentlich bestehen. Manche glauben sogar: Fischstäbchen kommen direkt aus dem Meer, vom berühmten Stabfisch. Wir haben das Fischstäbchen getroffen und zum Geburtstag mit ihm geplaudert und ihm fünf wichtige Fragen gestellt.

Das sollten Sie über Fischstäbchen wissen

Guten Tag Fischstäbchen, herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag! Wollen wir uns duzen?

Danke! Natürlich, sehr gerne, ich bin ja auch eher so das Kinderessen und Kinder siezen sich ja bekanntlich weniger.

Sag mal, muss man dich eigentlich mit Spinat essen, und wie magst du es lieber: mit Pü oder mit Salzkartoffeln?

Natürlich kann man mich auch anders essen, keine Frage! Man kann mich als Brötchen-Burger reichen, als Gratin oder Auflauf zubereiten, in Tomatensauce genießen, als Pizza-Belag nutzen oder mich zum Salat hinzufügen. Aber mal ganz ehrlich? Am besten bin ich immer noch mit Spinat! Und ein schönes Kartoffelpü würde ich einfachen Kartoffeln immer vorziehen. Oder am besten grobes Kartoffelstampf, schön mit Butter, Schmand, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Herrlich!

Wie bekommt man dich knusprig statt labbrig oder verbrannt?

Also, bei der Zubereitung in der Pfanne ist es wichtig, dass das Fett hitzebeständig und nicht zuviel davon in der Pfanne ist. Eine beschichtete Pfanne ist auch anzuraten, sonst klebe ich schnell an. Außerdem, und das ist auch wichtig, mag ich es gerne auf mittlerer Hitze, sonst werde ich zu schnell dunkel. Mehrmals wenden ist sehr entscheidend, sonst sauge ich mich mit Fett voll. Dann sollte ich nach 5 bis 8 Minuten perfekt sein.

Im Backofen gilt bei mir: Immer auf 220 Grad vorheizen, Backpapier nicht vergessen, tiefgeforene Fischstäbchen auflegen. Hier variiert die Backzeit - immer genau nach Anweisung auf der Verpackung vorgehen. Gewendet werden muss im Backofen nur einmal! Aber mal ganz ehrlich: Ich sollte immer am besten in der Pfanne zubereitet werden. Denn wie man mich auch dreht und wendet: Im Backofen neige ich zwangsläufig dazu, etwas härter zu werden - und das lässt sich wegen der heißen Umgebungsluft auch kaum verhindern.

Wie gesund bist du eigentlich?

Ich bin Fisch! Ich muss also gesund sein! Also gut, ein paar mehr Details... Meistens bestehe ich aus Alaska-Seelachs. Das ist allerdings gar kein Lachs, sondern ein Fisch aus der Familie der Dorsche. Und wie jeder Fisch bin ich reich an Omega-Fettsäuren. Wir stärken das Immunsystem, können Entzündungen vorbeugen und unterstützen die natürlichen Abwehrkräfte. Da ich vorgebraten werde, könnt ihr euch mal auf der Packung schlau machen, worin ich vorgebraten wurde - ein kleines aber feines Detail. Beim Braten in der Pfanne auf jeden Fall hochwertige Öle wie zum Beispiel Rapsöl verwenden. Und klar: Zu viel Fett ist nicht gesund, also wenn es mich zum Mittag geben soll, einfach darauf achten, dass die anderen Speisen an diesem Tag nicht so fetthaltig sind. Ist doch ganz einfach! Ich werde übrigens auch oft getestet - und natürlich sind auch mal Exemplare dabei, an denen es etwas zu mäkeln gibt. Aber im Großen und Ganzen bin ich voll okay.

Bist du aus nachhaltiger Fischerei?

Das kann recht unterschiedlich sein. Achtet beim Kauf am besten auf das Siegel des Marine Stewardship Council - MSC. Die Finger von mir solltet ihr lassen, wenn auf der Packung meine Herkunft nicht ersichtlich ist oder wenn ich aus dem ochotskischen Meer oder aus dem westlichen Beringsee stamme!

Und was wurde eigentlich aus Käpt'n Iglo?

Käpt'n Iglo ist in Rente gegangen - lang lebe der neue Käpt'n Iglo! Wie, den kennt ihr noch nicht? Dann schaut euch den doch mal im Video an!