Öko-Test prüft 15 Geräte

Elektrische Zahnbürsten: Drei klare Sieger und ein glatter Durchfaller

Elektrische Zahnbürsten sind prima für die Zähne. Für die Umwelt sind sie teilweise nicht so gut.
Elektrische Zahnbürsten sind prima für die Zähne. Für die Umwelt sind sie teilweise nicht so gut.
© RTL Torsten Rabe, Torsten Rabe

25. November 2021 - 11:46 Uhr

Keine Zeitersparnis durch elektrische Zahnbürsten

Zähneputzen mit der elektrischen Zahnbürste ist für die Mundhygiene gut, weil sie die Zähne besser reinigen als eine Handzahnbürste. Voraussetzung ist allerdings, dass man auch entsprechend lang putzt. Zeit spart man also mit den vibrierenden oder rotierenden Bürstenmaschinen nicht. Und auch in Sachen Umweltverträglichkeit sind einige Geräte nicht der Weisheit letzter Schluss. Das hat Öko-Test in seiner jüngsten Untersuchung jedenfalls herausgefunden.

Das Problem sind die Akkus

Bei der elektrischen Zahnbürste immer auf den richtigen Akku achten
Elektrische Zahnbürsten haben in vielen Badezimmern die Handzahnbürste abgelöst. Es kommt aber auf den richtigen Akku an, wenn man nachhaltig handeln möchte.
© RTL Torsten Rabe, Torsten Rabe

Die insgesamt 15 Geräte, die auf dem Prüfstand waren, haben sich in Sachen Handhabung ganz wacker geschlagen. Hier gab es fast immer die Note "sehr gut" oder "gut". Nur ein Kandidat ist hier mit "mangelhaft" durchgefallen. Die "Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional" hat den Falltest aus einem Meter Höhe nicht überlebt.

Was die Testern darüber hinaus sehr bemängelt haben, ist in vielen Fällen die Akkulaufzeit der Geräte. So schaffen fünf der getesteten Elektrobürsten eine Akkulaufzeit von gerade mal 100 Minuten bei voller Ladung. Da geht mehr. Ebenfalls bemängelt wurden Zahnbürsten, die noch die veraltete Technik der Nickel-Metalhybrid-Akkus im Einsatz haben. Diese können nur eine deutlich kürzere Lebensdauer als die modernen Lithium-Ionen-Akkus aufweisen und sind dementsprechend weniger nachhaltig.

Das sind die Testsieger

Drei elektrische Zahnbürsten haben das Prädikat "sehr gut" erhalten. Ein Gerät gehört in die Gruppe der Rotationszahnbürsten, bei denen sich der gesamte Bürstenkopf bewegt. Zwei Geräte verwenden die sogenannte Schalltechnik, bei der sich nur die einzelnen Borsten bewegen. Bislang konnte übrigens keine Studie einen Vorteil für eine der beiden Techniken feststellen.

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Erfreulicher Nebeneffekt sind die Preise: Die drei Testsieger gehören nicht zu den teuersten Geräten im Test. Die günstigste Zahnbürste, die "Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean" von Müller, bekam noch die Note gut und das bei einem Preis von gerade mal 9,95 Euro.

Ein Gerät fällt glatt durch

Es gibt aber auch einen klaren Testverlierer. Öko-Test rät ganz deutlich von der Fairywill D7 Schallzahnbürste ab. Dieses Gerät verstößt gegen das sogenannte Produktsicherheitsgesetz. Das Gerät wird in China hergestellt. Die Angaben darüber, wer der sogenannte Inverkehrbringer ist, bleibt aber unklar. Damit haben Käufer, Händler und Behörden keinen Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Dementsprechend gibt es hier eine klare Ansage: Setzen, sechs! (tra)

Den kompletten Test mit allen Ergebnissen gibt es hier

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