Bruder trauert im Netz

Lebensgefährte prügelte Mutter (45) mit 6 Kilo Hantel tot

Ein Mann soll seine Lebensgefährtin mit einer Hantel erschlagen haben.
Ein Mann soll seine Lebensgefährtin mit einer Hantel erschlagen haben.

21. April 2021 - 15:22 Uhr

Mann fährt nach Tat gegen einen Baum und stirbt

Ein Beziehungsstreit in Bayern ist eskaliert: Nach einer Auseinandersetzung im gemeinsamen Haus nahm der Lebensgefährte von Claudia F. eine sechs Kilo schwere Hantel und prügelte auf die Mutter ein. Die Frau starb später im Krankenhaus. Der Mann selbst fuhr nach der Tat gegen einen Baum und starb ebenfalls. Zurück bleiben die beiden Söhne. Der Bruder von Claudia F. trauert im Netz um seine Schwester.

Er gestand die Tat vor den Nachbarn

Die schreckliche Tat ereignete sich am Ostermontag. Nach dem heftigen Streit in Oberhaching bei München nahm der Mann die schwere Hantel und prügelte auf den Körper seiner Partnerin ein, wie die Polizei mitteilte. Schwer verletzt blieb sie am Boden liegen. Der 49-Jährige ging zu den Nachbarn und gestand vor ihnen die Tat. Es sei möglich, dass er dachte, dass er die Mutter seiner Kinder getötet hat, berichtete die Zeitung "Münchner Merkur". Die Nachbarn riefen sofort Rettungskräfte. Die Polizei fand die schwer verletzte Frau in ihrem Haus.

Der 49-Jährige verschwand laut Polizeiangaben nach seinem Geständnis und fuhr offenbar etwa 40 Kilometer entfernt in der bayerischen Gemeinde Waakirchen ungebremst gegen einen Baum. Das Motiv für den Angriff auf seine Lebensgefährtin liegt laut den Ermittlern in schon lange andauernden Beziehungsproblemen. Der Mann starb trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle.

Die Söhne blieben unverletzt zurück

Claudia F. wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo sie verstarb. Die beiden fünf und sieben Jahre alten Kinder waren bei der Tat dabei. Sie blieben unverletzt. Der Bruder von Claudia F. postete ein emotionales Familienfoto der Mutter mit ihren beiden Söhnen. Er versucht sich um die Zukunft der beiden Kinder zu kümmern und bittet um Spenden.

Bruder sammelt spenden für seine Neffen

Die Kinder der getöteten 45-Jährigen sind jetzt Vollwaisen. Auf Facebook teilte der Bruder seinen Spendenaufruf für die beiden Jungen und schrieb: "Geld kann keine Kinderseelen heilen, aber vielleicht dazu beitragen, diese unsägliche Situation erträglicher zu machen und meinen beiden Neffen eine Hilfestellung zu geben." Über den Unfall schrieb er: "Es gibt im Leben Dinge, von denen man nicht glauben mag, dass sie geschehen."

Sie leiden auch an Depressionen? Hier bekommen Sie Hilfe

Die Telefonseelsorge ist jederzeit, auch an Sonn- und Feiertagen, kostenlos unter den Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 erreichbar.

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