„Brigitte Bardot der DDR“

Nina Hagens Mutter Eva-Maria mit 87 Jahren gestorben

Nina Hagen trauert um ihre Mutter Eva-Maria Hagen Tod mit 87 Jahren
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Tod mit 87 Jahren
Nina Hagen trauert um ihre Mutter Eva-Maria Hagen

Nina Hagen (67) trauert um ihre Mutter Eva-Maria. Die Schauspielerin ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das bestätigt das Management von Nina Hagen auf RTL-Nachfrage.

Die Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen
Die Schauspielerin Eva-Maria Hagen (rechts) posiert im Juli 1967 in Moskau mit der polnischen Schauspielerin Malgozhata Vlodarska. Weil Hagen Ende der 50er Jahre in einige blondhaarige Rollen schlüpfte, wurde sie als „Brigitte Bardot der DDR“ bekannt.
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Zuvor hatte die BILD berichtet: „Am 16. August 2022 hat unsere geliebte Eva-Maria Hagen diese irdische Welt verlassen und ist uns in die ewige Heimat vorausgegangen. Wir trauern voller Sehnsucht, in Liebe und Dankbarkeit.“ Sie wurde unter anderem mit „Vergesst mir meine Traudel nicht“ und „Des Kaisers neue Kleider“ berühmt.

Geboren wurde Eva-Maria Hagen am 19. Oktober 1934 in Költschen in Hinterpommern im heutigen Polen. Nach der Flucht in den Westen, die sie in ihrem Buch „Eva jenseits vom Paradies“ beschrieb, fand die Familie eine neue Heimat im brandenburgischen Perleberg. Nach einer Lehre zur Maschinenschlosserin begann sie 1952 ein Schauspielstudium in Ost-Berlin, wo sie 1953 unter der Leitung von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble debütierte. Binnen kurzem avancierte sie zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen der DDR, nicht zuletzt wegen ihres Dauererfolgs als Blumenmädchen Eliza im Musical „My Fair Lady“.

Bis 1965 wirkte sie in rund 50 TV- und Kino-Filmen mit. Im selben Jahr lernte Eva-Maria Hagen den regimekritischen Liedermacher Wolf Biermann kennen.

Die Begegnung mit Biermann wurde zu einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die Filmdiva wurde wegen Staatsverleumdung angeklagt und gastierte fortan in Provinztheatern. Als sie 1976 gegen Biermanns Ausbürgerung öffentlich protestierte, entließ man Hagen fristlos und belegte sie mit Berufsverbot. 1977 folgte sie ihrem Ex-Lebensgefährten zusammen mit Tochter Nina, die aus der früheren Ehe mit dem Schriftsteller Hans Oliva-Hagen stammt, nach Hamburg, wo sie bis zuletzt lebte.

Erst nach dem Mauerfall drehte Hagen wieder Filme in Babelsberg in Potsdam, stand als „Medea“ oder „Mutter Courage“ auf der Bühne oder sang Brecht-Lieder. Auch im Fernsehen übernahm sie in vielen Serien Gastrollen, spielte zusammen mit Harald Juhnke in „Jugendsünde“. Zusammen mit Tochter Nina und Enkelin Cosma-Shiva stand sie für den Schneewittchen-Film „Sieben Zwerge - Männer allein im Wald“ vor der Kamera. 2014 synchronisierten alle drei Hagen-Frauen gemeinsam den neuen „Biene Maja“-Film. (dpa/rla)