"Nihat - Alles auf Anfang"

Maximilian Schneider über die Herausforderung, Yannik zu spielen

20. September 2021 - 8:00 Uhr

Ein Nordlicht bei "Nihat - Alles auf Anfang"

Maximilian Schneider wurde 1996 in Schleswig-Holstein geboren, ein waschechtes Nordlicht – aufgewachsen auf dem Land, wo die Deiche und Haubarge sind. 2016 absolvierte er sein Abitur und begann knapp ein Jahr später seine Schauspielausbildung, wofür es ihn nach Köln verschlug. Kurz nach seinem Abschluss folgte seine erste Episodenhauptrolle für die RTL-Serie "Der Lehrer". Im Interview verrät er uns, was seine größte Herausforderung beim "Nihat – Alles auf Anfang"-Dreh war, was Yannik von seiner Rolle lernen könnte und woran er sich am liebsten erinnert. Im Video gibt Maximilian einen ersten Einblick in die Serie.

Yannik lässt Dinge auf sich zukommen

Was zeichnet deine Rolle Yannick aus?

Das Sprichwort "Stille Wasser sind tief" trifft es ziemlich gut, er ist von außen nicht leicht zu durchschauen. Seine bedachte, introvertierte Art, die nach außen nicht immer sichtbar ist, hat er mit mir gemeinsam. In bestimmten Situationen ist Yannick jedoch mutiger und risikobereiter als ich. Yannik hat am Anfang ein angespanntes Verhältnis zu Nihat, welches sich allerdings bessert und zu einer Freundschaft entwickelt.

Was könnte deine Rolle von dir lernen?

Yannik hat eine gewisse Gelassenheit, die ich auch gerne hätte. Er lässt die Dinge im Leben auf sich zukommen. Yannik ist zwar gelassener als ich, geht dadurch jedoch etwas planlos durch das Leben, da bin ich zielstrebiger. Ich denke, klare Ziele im Leben würden Yannik mehr Perspektive verschaffen.

Maximilians größte Herausforderung

Yannik (Maximilian Schneider)
Yannik (Maximilian Schneider)
© Foto: TVNOW /, Sebastian Geyer

Was war die größte Herausforderung für dich, deine Rolle zu spielen?

Für mich war die größte Herausforderung, viel auszudrücken, ohne viel zu sagen. Yannik ringt oft innerlich mit sich selbst. Man sieht einem Menschen an, wenn ihn etwas beschäftigt, er es aber nicht zeigen möchte, und das zu spielen war für mich eine spannende Aufgabe.

Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet?

Ich habe die Drehbücher studiert, um die Figur, den Charakter und die Geschichte von Yannik zu analysieren, um ihn und sein Handeln besser verstehen zu können und der Rolle letztendlich Leben einzuhauchen.

Gab es wegen der Corona-Pandemie besondere Herausforderungen beim Dreh?

Zum einen die ganzen PCR-, Schnelltests und Masken, soweit das Auge reicht und zum anderen die körperliche Distanz, die wir einhalten mussten. Gerade nach einem langen Drehtag oder nach einer emotionalen Szene ist eine Umarmung etwas Schönes.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Hamburg oder Berlin?

Ihr habt in Berlin und Hamburg gedreht. Welche Stadt gefällt Dir besser?

Ich bin ein Nordlicht, im Norden aufgewachsen und habe früher mit meiner Familie dort gelebt, daher habe ich eine große Sympathie für Hamburg.

Welcher Typ bist du?

Wie Yannik bin ich ein ruhiger Typ und mache sehr gerne Sport, wie Fitness, Schwimmen und Basketball. Ich zeichne außerdem viel, vor allem Portraits. Ich nehme auch mal ein Buch zur Hand, erweitere mein Filmwissen oder daddel, um den Kopf abzuschalten.

Wie waren die Dreharbeiten für die Serie?

Für mich war es "Besonders", ein Teil einer so großen Produktion zu sein. Besonders waren auch die Umstände der Pandemie, durch die ständig die Angst bestand, dass ein Corona-Test positiv ausfällt und sich dadurch ein Drehstopp ergibt. Ich habe in der gesamten Zeit eine Menge an neuen Erfahrungen gesammelt, für die ich sehr dankbar bin.

An welche Anekdote erinnerst du dich besonders gerne?

Nach einer Szene kam ein Kollege zu mir und meinte: "Also ich weiß gar nicht, was alle am Set haben, so schlecht fand ich dich jetzt gar nicht." Ich stand kurz verpeilt da, bis ich gemerkt habe, dass es Sarkasmus war.

Was war deine beeindruckendeste und lehrreichste Erfahrung beim Dreh?

Als wir am Elbstrand gedreht haben, war es nicht nur ein wunderschöner Ausblick, sondern auch eine entscheidende Szene, bei der ich alles geben wollte. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen, wortwörtlich, immer wieder von Take zu Take, bis alles im Kasten war, was für die Szene gebraucht wurde. Das hat großen Spaß gemacht. Außerdem: Zum ersten Mal Teil eines Hauptcasts einer Produktion zu sein, war eine sehr schöne und lehrreiche neue Erfahrung.

Seine Zeit bei "Nihat": Aufregend, spannend, leidenschaftlich!

Drei Worte und ein Satz, mit der du deine Nihat-Zeit und drei Worte, mit der du die Serie beschreiben würdest.

Aufregend, spannend, leidenschaftlich. Eine aufregende Zeit, in der ich viel Erfahrung sammeln konnte und viele neue Leute kennenlernen durfte. Die Serie geht um: Familie, Rückhalt, Nervenkitzel.

Was war besonders an der Zusammenarbeit mit Timur, Sarah, Matthias, Maximilian und Nico?

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war sehr angenehm und lustig. Alle sind sehr offen und herzlich, es herrschte eine tolle Stimmung am Set, wir hatten viele tolle Gespräche, sowohl privat als auch beruflich und waren einfach auf einer Wellenlänge. Deshalb habe ich mich besonders wohlgefühlt.

Sind Freundschaften entstanden und werdet Ihr Euch wiedersehen?

Ja klar, wir hatten alle Riesenspaß am Set, für so eine lange Zeit schweißt das zusammen. Sarah kommt auch aus Köln, da wird sich bestimmt immer wieder mal die Gelegenheit bieten, sich zu treffen.

Was wäre eine absolute Traumrolle für dich?

Ich freue mich auf jede Rolle, die in der Zukunft auf mich wartet. Besonders spannend sind Rollen, die sehr weit weg vom eigenen Charakter sind, für die man seine Komfortzone verlassen muss oder neue Dinge erlernen muss.

GZSZ auf TVNOW anschauen

Ganze Folgen von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" gibt es bis zu sieben Tage vor TV-Ausstrahlung auf TVNOW zu sehen. Dort stehen auch ältere Folgen der Serie zum Abruf bereit.(apa)