Nicht nur Honig: So wichtig sind Bienen für unsere Lebensmittel

Der 20. Mai wurde von den Vereinten Nationen zum Weltbienentag ausgerufen.
Der 20. Mai wurde von den Vereinten Nationen zum Weltbienentag ausgerufen.
© dpa, Wolfgang Kumm, wk tba

22. Oktober 2020 - 9:49 Uhr

Bienen brauchen Schutz

Bienen sorgen nicht nur für Honig, sondern auch für einen Großteil unserer übrigen Lebensmittel - weil sie Pflanzen bestäuben. Etwa ein bis zwei Teelöffel beträgt die Lebensleistung einer Biene bei der Honigproduktion. Anders als viele andere Insekten stehen Zuchtbienen zwar nicht vor der Ausrottung. Schutz haben sie aber trotzdem bitter nötig.

"Viele sind seit Jahren gefährdet, einige bereits ausgestorben"

Die Lage der Bienen ist ernst. "Viele sind seit Jahren gefährdet, einige bereits ausgestorben", sagte Gerlind Lehmann, Professorin für Evolutionäre Ökologie an der Berliner Humboldt-Universität bereits vor zwei Jahren. Allein in Deutschland gilt nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) jede Dritte Wildbienenart als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Vor allem die industrielle Landwirtschaft ist für den Bienenschwund verantwortlich. Diese raubt den Insekten Lebensraum und Nahrungsquellen. Spritzmittel machen ihnen ebenfalls den Garaus. Die EU verbot im Freiland daher drei besonders umstrittene Neonikotinoide.

60 Prozent von Lebensmitteln im Supermarkt sind auf Bienen angewiesen

Bienen bestäuben Blüten, ermöglichen nur so überhaupt den Anbau von vielen Obst- und Gemüsesorten. Das macht sie zum drittwichtigsten Nutztier Deutschlands, nach Schweinen und Rindern. 60 Prozent des Sortiments ist nämlich auf die Bestäubung angewiesen. Aber kein Grund zur Panik: Solange der Mensch die Honigbiene gezielt züchtet und kultiviert, ist ihr Erhalt vorerst gesichert. Wie auch Sie als Hobbygärtner für Bienen tun können, erfahren Sie hier.

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