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Nicht jeder ist von ihrer 'Hilfe' begeistert: Lee (26) stillt zwölf Nachbarskinder

Nicht jeder ist von ihrer 'Hilfe' begeistert: Lee (26) stillt zwölf Nachbarskinder

Lee gibt zwölf fremden Kindern die Brust

Lee Moffitt (26) ist Mutter aus Leidenschaft. Ihre älteste Tochte Rose ist bereits acht Jahre alt, die kleine Amaryliss wird noch gestillt. Doch Lee kümmert sich nicht nur um ihren eigenen Nachwuchs, sondern spielt auch häufig den Babysitter für die Kinder ihrer Freunde und Nachbarn. Dass das Füttern dieser Kinder zum Babysitter-Job dazugehört, würde kaum jemand bestreiten. Aber Lee gibt ihnen nicht nur das Fläschchen, sondern ihre eigene Brust. Rund zwölf fremde Kinder versorgt sie so mit ihrer Muttermilch.

Auf die Idee, Nachbarskinder zu stillen, kam Lee, als sie auf das Baby ihrer Freundin aufpasste. Da das Kind nicht mehr aufhören wollte zu weinen, fragte Lee die Mutter des Kindes kurzerhand, ob sie es nicht stillen dürfe. "Es war einfach eine mütterliche Reaktion. Ich habe mein Kind auch gestillt und wusste, dass Kinder, die gestillt werden, nur so zu beruhigen sind", erzählt Lee.

Dass das Konzept der 'modernen Amme' auf Protest stößt, wurde Lee schnell klar. Spätestens als sie eine Facebook-Seite eröffnete, musste sie zahlreiche Beleidigungen von verständnislosen Menschen über sich ergehen lassen. Mit dem Stillen aufhören will die 26-Jährige aber nicht. Ihrer eigenen Tochter Rose gab Lee rund sechs Jahre lang die Brust - ihrer Entwicklunng scheint es nicht geschadet zu haben.

Zuspruch findet Lee auch bei den Müttern der vielen Kinder, die sie neben ihrem eigenen Kind stillt. "Sie ist eine Mutter wie ich. Also war es okay für mich. Es war schön, kurz weggehen zu können", gesteht eine der Mütter, die Lees Angebot regelmäßig in Anspruch nimmt. "Es gab schon immer Ammen - bevor es Fläschchen und Schnuller gab. Und wenn ein Kind in einem Dorf nicht gestillt werden konnte, ist eine andere Frau eingesprungen", erklärt eine weitere Mutter.

Lee selbst ist froh, dass sie anderen Frauen die Arbeit erleichtern kann - und so schnell wird sie sicher nicht mit dem Stillen aufhören. "Wir als Frauen sollten uns auf diese Weise gegenseitig unterstützen können. Wenn es möglich ist, sollten wir es machen. Und deshalb bin ich froh, dass ich darauf aufmerksam gemacht habe", erklärt sie. Den gestillten Kindern scheint die fremde Muttermilch jedenfalls nichts auszumachen.