Bestellen, essen - und dann die Verpackung zurückbringen!

Neue Regeln für Restaurants: Wird die Mehrwegpflicht in Hessen umgesetzt?

Wird die Mehrwegpflicht in Hessen umgesetzt? Neue Regeln für Restaurants
03:09 min
Neue Regeln für Restaurants
Wird die Mehrwegpflicht in Hessen umgesetzt?

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Schnell etwas liefern lassen oder beim Restaurant um die Ecke etwas zu essen holen – wenn es manchmal schnell gehen muss, dann sind Essensbestellungen eine echte Erleichterung. Zurück bleibt aber nicht nur ein voller Magen – sondern auch jede Menge Verpackungsmüll. Das soll sich aber ab diesem Jahr ändern, denn Gastronome sind nun verpflichtet, ihren Kunden auch Mehrwegverpackungen anzubieten. Wie das in Hessen funktioniert, haben unsere Reporter ausprobiert – mehr im Video.

LESE-TIPP: Ist das das Aus für den schnellen Coffee to go? Das bedeutet die Mehrwegpflicht im Alltag

Große Umstellung für Gastronom Paolo

Paolo Cimino führt die Pizzeria Paolo im Frankfurter Westen. Täglich werden hier rund 180 Pizzen zum Mitnehmen zubereitet und in Pappkartons gepackt. Doch Paolo ist bereits aktiv geworden und hat Mehrwegverpackungen für Pizza, Pasta und Salate bestellt. "Das ist für uns natürlich ein großer Aufwand, eine Gewohnheit zu verändern dauert auch ein gewisse Zeit, aber wenn man genau überlegt, ist es eigentlich schon eine gute Lösung", so der Gastronom. Wenn seine Kunden also in Zukunft eine Mehrwegverpackung verlangen, dann sollen sie diese auch bekommen.

Mehrwegverpackungen in Restaurant
Paolo hat bereits Mehrwegverpackungen für sein Restaurant bestellt.
RTL

Wie funktioniert das Prinzip des Mehrweggeschirrs?

Die Mehrwegpflicht gilt nur für Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten und einer Ladenfläche von mehr als 80 Quadratmeter und funktioniert wie ein Pfandsystem. Das Mehrweggeschirr wird gegen einen Pfand ausgegeben, wenn der Kunde das Geschirr wieder zurückbringt, erhält er seinen Pfand zurück.

Laut Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale kann das Mehrweggeschirr bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. „Da kann man sich ja schon vorstellen wie viel Verpackungsmüll dadurch eingespart werden kann“, so Effers.

Jedoch sind hier nicht nur die Gastronomen in der Pflicht, sondern auch die Kunden, die das Mehrweggeschirr auch wieder zurückbringen müssen. Denn was nicht zurückgebracht wird, kann auch nicht wiederverwendet werden. (api/cbl/dgö)