Verrückte Corona-Zeiten

Kuriose Corona-Regel: Die Eis-Schleck-Verordnung

Das Eis an Ort und Stelle essen ist nicht erlaubt - aber was tun, damit nicht alles vollgekleckert wird?
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30. April 2020 - 11:55 Uhr

Das ist momentan aber auch ganz schön kompliziert!

Was ist erlaubt und was nicht? In den Zeiten von Corona ändern sich gefühlt täglich die Verordnungen und Regeln - da verliert man schnell mal den Überblick. Wir haben uns die Bußgeldkataloge mal genauer angeschaut und zwei besonders verrückte Regelungen herausgesucht.

Eis schlecken erlaubt - aber möglichst schnell, wenn’s geht

Zwar haben viele Restaurants, Eisdielen und Kioske geöffnet, doch ist es in einem Umkreis von 50 Metern nicht erlaubt, die Speisen und Getränke dort auch zu verzehren - zumindest in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Ansonsten droht ein saftiges Bußgeld von 200 Euro.

Die Frage, die viele Bürger jetzt beschäftigt: Gilt diese Regelung auch, wenn ich mir eine Kugel Eis kaufe? Schließlich kann es sein, dass - wenn wir zu lange Zeit lassen - schnell mal etwas runter tropft. Das Bundesland Niedersachsen hat dazu jetzt eine Hilfestellung veröffentlicht und ganz genau erklärt, wo und wie man in Corona-Zeiten sein Eis am besten schlecken sollte:

"Bei der Anwendung der Verordnung darf insofern pragmatisch vorgegangen werden, als durch erstes rasches Lecken an einer Eiskugel während des zügigen Sichentfernens von der Eisdiele ein Heruntertropfen des Eises auf Kleidung oder Fußboden verhindert werden darf. Für den Verzehr des Resteises gilt jedoch der Abstand von 50 Metern." lautet es auf der Homepage des Landes Niedersachsen mit einem Augenzwinkern.

Damit nichts tropft, darf also gerne schon beim Verlassen der Eisdiele am Eis geschleckt werden, aber bitte möglichst schnell.

Eine selbstgeschmiertes Brot am Rhein zu essen ist verboten, Döner ist okay

Auch in Nordrhein-Westfalen sorgen einige neue Regeln für Verwirrung. Dort ist nämlich die Verordnung rund um das Thema Picknick ziemlich kompliziert. Es gilt: Picknickdecke oder -korb ist tabu. Gönnt man sich in NRW ein ausgiebiges Mahl mit leckerem Essen von Zuhause im Freien, droht schnell mal ein Bußgeld von rund 250 Euro.

Holen wir uns allerdings um die Ecke einen Döner und setzen uns damit in den Park, müssen wir uns keine Sorgen machen. Das sei aus behördlicher Sicht bedenkenlos. Worin allerdings der Unterschied zwischen einem Döner und einem selbstgeschmierten Brot liegt, kann niemand so wirklich erklären.