"Tränenüberströmt lag ich im Vorraum des OPs"

Neu-Mama Tanja Szewczenko: Vor einem Jahr erlitt sie ihre letzte Fehlgeburt

Tanja Szewczenko beim exklusiven Photoshooting am Set der RTL TV-Serie Alles was zählt in den MMC Studios. Köln, 10.03.
Tanja Szewczenko beim exklusiven Photoshooting am Set der RTL TV-Serie Alles was zählt in den MMC Studios. Köln, 10.03.
© imago images/Future Image, Christoph Hardt via www.imago-images.de, www.imago-images.de

18. Juni 2021 - 21:59 Uhr

Tanja Szewczenko kämpfte jahrelang um ein weiteres Kind

Im April ist Schauspielerin Tanja Szewczenko (43) Mutter von Zwillingen geworden. Leon und Luis kamen zwar als Frühchen zur Welt, gedeihen aber prächtig und machen das Familienglück von Tanja, ihrem Mann Norman Jeschke (42) und Tochter Jona (10) endlich perfekt. Denn in den Jahren davor kämpfte Tanja verzweifelt darum, noch einmal schwanger zu werden und hatte ihren Kinderwunsch schon fast aufgegeben. In einem bewegenden Instagram-Post erinnert sie jetzt an ihre letzte Fehlgeburt vor genau einem Jahr.

Tanja erlitt insgesamt vier Fehlgeburten

Am 18. Juni schreibt Tanja bei Instagram: "Gestern vor 365 Tage wurde ich erneut mit einem Krankenwagen abgeholt, weil es einfach nicht aufhörte massiv zu bluten. Es war der letzte künstliche Versuch, die letzte befruchtete Eizelle, die ich auf Eis gelegen hatte und die im März 2020 transferiert wurde." Während sie im Krankenwagen lag, schoss Tanja durch den Kopf, dass es jetzt "so langsam reicht". Dass sie ihren Körper und ihre Seele in den letzten Jahren vielleicht einfach zu sehr strapaziert hatte. "3 Stimulationen, 5 Transfer und 4 Fehlgeburten in einem Zeitraum von 2 Jahren", lagen da bereits hinter ihr. Insgesamt fünf Jahren hatten sie und Ehemann Norman sich sehnlich noch ein Kind gewünscht.

Im Vorraum des Operationssaales, in dem die Ausschabung stattfinden sollte, weil das Kind nicht natürlich abgegangen war, flossen bei Tanja die Tränen in Strömen, wie sie schreibt: "Das war es mal wieder! Gleichzeitig die Frage ob wir weiter machen werden."

„Bloß nicht einen Gedanken fassen, der was mit Zuversicht oder gar Hoffnung zu tun hat"

Erschwerend zum Kampf um ein Kind kam hinzu, dass bei Tanjas Mann Norman Anti-Spermien-Antikörper entdeckt worden. Sie identifizieren die eigenen Spermien als "fremd", verbinden sich mit ihnen und unterbinden so, dass die Spermien sich durch den weiblichen Reproduktionstrakt zur Eizelle bewegen. Norman hatte eine Therapie gegen diese Antikörper begonnen. Kurz nachdem Tanja das Kind verloren hatte, kamen die Untersuchungsergebnisse: Es waren keine Antikörper mehr nachweisbar. Das bedeutete, dass die Chance, schwanger zu werden, wieder da war. Doch in Tanja regten sich plötzlich Zweifel: "Irgendwie konnten wir uns das nach den ganzen Jahren aber nicht vorstellen… plötzlich alles wieder beim Alten? Ich war aber nicht mehr die Alte ! Nur alt - mit 43 Jahren."

Sie habe für sich die Entscheidung getroffen, dass sich nun nicht mehr alles ums Thema Kinderwunsch drehen sollte. Sie habe einfach keine Kraft mehr gehabt, daran zu glauben, dass sie noch einmal von vorne anfangen könnten. "Bloß nicht einen Gedanken fassen, der was mit Zuversicht oder gar Hoffnung zu tun hat." Tanja beschloss, den Sommer zu genießen und "einfach mal wieder zu leben". Sie verhütete zwar nicht, wollte sich aber auch nicht von den positiven Untersuchungsergebnissen zu falschen Hoffnungen verleiten lassen. Das Happy End kam genau dann, als sie losgelassen hatte – und sogar doppelt: "3 Zyklen später wurde ich dann spontan schwanger!"

Ihre süßen Zwllinge Luis und Leo, die sie im Video Frauke Ludowig vorstellt, sind somit wohl der beste Beweis, dass man die Hoffnung nie aufgeben soll. (csp)

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