"Stillen war eines der Dinge, die sie am meisten für Myles wollte"

Nach Corona-Tod der Mama: Familie bittet um Muttermilch-Spenden für Baby

Der kleine Myles ist das fünfte, leibliche Kind von Mutter Megan.
Der kleine Myles ist das fünfte, leibliche Kind von Mutter Megan.
© Courtesy Brittany Eppenauer

09. Dezember 2021 - 10:42 Uhr

Die sechsfache Mutter starb im Alter von 32 Jahren

Megan Richards wollte ihr jüngstes Kind, den fünf Monate alten Myles, bis zu seinem ersten Geburtstag stillen. Doch die Möglichkeit wurde ihr durch ein schreckliches Schicksal genommen – die sechsfache Mutter starb im Alter von 32 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion. Jetzt versucht ihre Familie, ihr diesen Wunsch zu erfüllen und bittet um Muttermilch-Spenden.

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"Als sie krank wurde und ich dafür sorgen wollte, dass sie aufhört, ihre Milch abzupumpen, weigerte sie sich"

Mother dies from covid
Megan hinterlässt fünf leibliche Kinder, ein Stiefkind und ihren Ehemann.
© Courtesy Brittany Eppenauer

Es sei einer der größten Wünsche von Megan gewesen, ihr Kind stillen zu können: "Es war eines der Dinge, die sie am meisten für ihr Baby wollte. Und es war wichtig für sie, also war es wichtig für mich. Sogar als sie krank wurde und ich dafür sorgen wollte, dass sie im Bett bleibt und sich ausruht und aufhört, ihre Milch abzupumpen, weigerte sie sich", erzählt ihr Ehemann Michael Richards im Interview mit "Good Morning America".

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Bisher erhielt die Familie etwa 300 Mails und elf Liter gespendete Milch

Bisher hat die Familie aus Oak Grove, Missouri, etwa elf Liter gespendeter Muttermilch sowie eine gespendete Gefriertruhe zur Aufbewahrung der Milch erhalten. Laut Megans Schwester benötigen sie knapp 300 Liter, um bis zum ersten Geburtstag des Kleinen auszukommen. Die Chancen stehen gut, denn: Die Familie bekam schon über 300 Mails von Frauen, die spenden möchten.

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Ihre Symptome schienen leicht behandelbar, dann verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich drastisch

Megan starb am 15. November im Alter von 32 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Sie wurde zunächst wegen Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert – ihre Symptome schienen leicht behandelbar. Doch von einem auf den anderen Tag verschlechterte sich der Zustand der Mutter so stark, dass sie den Kampf gegen das Virus verlor. Sie hinterlässt fünf leibliche Kinder und ein Stiefkind mit ihrem Mann, mit dem sie am 30. November ihren zweiten Hochzeitstag gefeiert hätte. (jos)