Spielschein geklaut

Mann klaut Rubbellos mit 500.000 Euro Gewinn von Rentnerin

Tabakladenbesitzer wollte mit Lotto-Schein nach Fuerteventura abhauen
Neapel: Mann klaut Lotto-Schein von Gewinnerin
facebook/GaetanoValentina Scutellaro

Tabakladen-Besitzer aus Neapel wollte mit geklautem Spielschein durchbrennen

Die Polizei schnappte den Spielschein-Dieb kurz bevor der 57-Jährige in eine Maschine nach Fuerteventura einsteigen und verduften wollte. Der Tabakladen-Besitzer aus Neapel soll kurz zuvor ein Rubbellos einer älteren Dame, die ein Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro gewonnen hatte, in seinem Laden an sich genommen haben. Anstatt diesen einzulösen soll er einfach damit abgehauen sein. Nach seiner Festnahme behauptet der dreiste Dieb: „Ich bin das Opfer, das Los ist meins – ich werde die Dame anzeigen.“

Rubbellos-Dieb hatte vor nach Fuerteventura abzuhauen

Tabakladen in Neapel
In Neapel ist ein Tabakladen-Besitzer mit einem Rubbellos einer älteren Dame abgehauen.
picture alliance / ANSA

Gaetano S. ist Tabakladen-Besitzer in Neapel, Italien. Er verkauft in seinem Laden Gewinnspiel-Scheine, unter anderem Rubbellose, sogenannte „Gratta e Vinci.“ Eigentlich muss der 57-Jährige die Spielscheine seiner Kunden einlösen, sodass diese dann auch an die Gewinner ausgezahlt werden können.

Aber bei Gaetano S. müssen bei dem Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro wohl alle Sicherungen durchgebrannt sein. Er soll den Schein laut „corriere.it“ in seinem Laden an sich genommen haben, sich auf seinen Roller geflüchtet und dann damit abgehauen sein. Die Crux an diesen Scheinen ist, dass kein Name aufgeführt ist, wie bei Lotto-Scheinen.

Die Anwohner seien laut der italienischen Zeitung fassungslos. Auf seinem Facebook-Profil mache der Rubbellos-Dieb einen „auf dicke Hose“, schreibt der „Corriere della Sera“. Es seien Fotos von teuren Gold-Armbanduhren, Flügen in erster Klasse mit Champagner-Gläsern zu sehen und Bilder, wo der 57-Jährige auf einem Jet-Ski übers Wasser rauscht.

Dreister Dieb rückt Los nicht raus und behauptet: "Ich bin das Opfer, das Los ist meins!"

Wahrscheinlich eher Schein als Sein, denn den Luxus, den er auf seinem Social Media Kanal abbildet, wollte der 57-Jährige sich jetzt wohl durch einen dreisten Diebstahl erschleichen. Eine 70-jährige Frau soll der Tabakladen-Besitzer dafür übers Ohr gehauen haben.

Denn nachdem er mit dem Rubbellos abgehauen ist, wollte Gaetano S. sich wohl auf Fuerteventura absetzen, heißt es in „Corriere della Sera“. Als die Polizei ihn noch kurz vor Abflug am Flughafen festnahm, behauptete der 57-Jährige, die 70-jährige Frau lüge, das Los sei seins und rückte es deswegen auch nicht raus. Die Rentnerin, die ihn außerdem des Diebes bezichtige, wolle er anzeigen. Gaetano S. befindet sich jetzt in U-Haft, er soll die Dame im Nachhinein noch telefonisch erpresst haben. Er soll ihr die Herausgabe des Scheins nur gegen Geld zugesagt haben.

Dem Tabakladen wurde in der Zwischenzeit die Lizenz entzogen, um Gewinne einzulösen. Dort wird wohl niemand mehr ein Rubbellos abgeben wollen. Laut „Fanpage“ seien die 500.000 Euro von der Gewinnlotterie eingefroren worden, bis sich die Situation vollständig aufkläre. (mca)