Nasenpolypen – Ursachen und Behandlung

Nasenpolypen können dazu führen, dass man nciht mehr gut Luft bekommt.
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14. März 2018 - 13:35 Uhr

Manch einer bekommt weniger Luft als früher, ein anderer hat ständig mit Nasennebenhöhlenentzündungen zu kämpfen – der Grund sind oft Nasenpolypen. Wir erklären Ihnen, was Nasenpolypen genau sind und wie sie behandelt werden können.

Nasenpolypen – Wucherungen in der Nase

Von Nasenpolypen wird bei Wucherungen auf der Nasenschleimhaut gesprochen. Sie treten in unterschiedlichen Größen auf und können die Atmung des Betroffenen einschränken. Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen, die teilweise nur wenige Millimeter groß sind. Leider können sie aber auch sehr groß werden und so bis in die Nasenhöhlen hineinreichen. Durch die Wucherungen gelangt weniger Luft durch die Nase und stört so extrem.

Um die Nasenpolypen wegzubekommen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Medikamente oder eine Nasen-Operation. Betroffen kann jeder sein, woher die Polypen in der Nase kommen ist bisher noch ungeklärt. Auffällig ist, dass Patienten mit Asthma zu 40 Prozent unter Nasenpolypen leiden. Ebenfalls oft betroffen sind Menschen, die auf Acetylsalicylsaäure allergisch sind – bei ihnen haben etwa 25 Prozent die Wucherungen in der Nase. Auch bei häufigem Nasenbluten können Polypen die Ursache sein.

Nasenpolypen – das sind die Symptome

Woran werden Nasenpolypen erkannt? Es gibt mehrere Symptome, über die Betroffene klagen: dumpfe Kopfschmerzen, Schlafstörungen und häufige Sinusitis, also Nasennebenhöhlenentzündungen.

Durch die Polypen in der Nase bekommen die Erkrankten schlechter Luft und atmen deshalb vermehrt durch den Mund: im Schlaf schnarchen sie sehr oft und leiden häufig unter Mundgeruch. Sie haben das ständige Gefühl einer verstopften Nase. Zusätzlich kann es sogar zu einer veränderten Stimme kommen, da die Polypen die Stimme dumpf und verfälscht klingen lassen können. Auch der Geruchssinn der Erkrankten ist durch die Wucherungen eingeschränkt. Dies alles führt zu einer verminderten Lebensqualität, weshalb Nasenpolypen dringend behandelt werden sollte.

So werden Nasenpolypen behandelt

Hat der Arzt Nasenpolypen festgestellt, gibt es unterschiedliche Methoden diese zu behandeln. Bei einer konservativen, also medikamentösen Behandlung, bekommt der Patient ein kortisonhaltiges Nasenspray. Es lässt die noch kleinen Wucherungen abschwellen und hemmt die Aktivität von Entzündungszellen. Diese Behandlung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Da einige Wucherungen für diese Behandlung zu groß sind, und viele Patienten auch nicht mehrere Monate auf eine Verbesserung warten wollen, wird bei Nasenpolypen auch oft operiert. Die Atmung fällt sofort nach der Operation leichter. Außerdem erweitert der Chirurg oft zusätzlich die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen – so kann mehr Luft in die Nase gelangen.

Leider bekommen etwa 75 Prozent der Behandelten trotz Operation nach einigen Jahren wieder Nasenpolypen. Deshalb sollte nach der Operation weiterhin kortisonhaltiges Nasenspray verwendet werden und auf eine gute Pflege und Reinigung (zum Beispiel mit Salzwasserspülungen) geachtet werden.

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