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Nach Tod ihres Babys: Mutter warnt andere Eltern

Nach Tod ihres Babys: Mutter warnt andere Eltern

Der 25. Februar ist kein normaler Kindergeburtstag

Für Jillian und Jarrod Johnson aus Kalifornien ist der 25. Februar ein ganz besonderer Tag. An diesem Datum ist ihr kleiner Sohn Landon geboren. Es ist jedoch kein normaler Kindergeburtstag, denn Landon ist tot. Der kleine Junge starb, weil seine Mutter einen fatalen Fehler machte.

Sie möchte andere Frauen vor dem gleichen Schicksal bewahren

Jetzt, etwa fünf Jahre nach dem tragischen Tod von Landon, traut sich die Frau über den traurigen Vorfall zu sprechen. In den Blog, den sie über die Website www.fedisbest.org an die Öffentlichkeit schreibt, möchte sie andere Frauen davor warnen, denselben Fehler wie sie zu begehen. "Ich teile die Geschichte in der Hoffnung, dass keine andere Familie jemals diesen Verlust erleiden muss, den wir haben."

Alle haben ihr geraten, ihr Baby zu stillen

Es ist das Jahr 2012. Jarrod und Jillian haben sich so gut es geht auf die Geburt ihres Sohnes vorbereitet, mit anderen Eltern, Ärzten und Hebammen über das gesprochen, was da auf sie zukommt. Am 25. Februar 2012, einem Samstag, ist es dann endlich so weit: Der kleine Landon kommt auf die Welt. Er ist ein kerngesundes und munteres Kerlchen. Seine Mama will ihn unbedingt stillen. So viele Ratgeber hatte sie doch über das Stillen gelesen und verschiedene Vorbereitungskurse belegt. Und da war man sich stets einig: Stillen ist eines der wichtigsten Dinge für ein gesundes Kind ist.

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Jillian war krank

Die junge Mutter wollte eben alles tun, damit ihr Landon zu einem gesunden Kind heranwachsen würde. Und darum stillte sie ihn. Was die junge Frau aber nicht wusste – sie litt unter eine Hormonstörung. Bei diesem sogenannten polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) sind die komplexen Regulationsmechanismen des weiblichen Hormonhaushalts betroffen. Die Krankheit hat kein einheitliches Bild und auch die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Wie Studien belegen, kann das PCOS genetische Ursachen haben, aber auch von Umwelteinflüssen und dem persönlichen Lebensstil beeinflusst werden.

Die Ärzte diagnostizierten die Hormonstörung bei Jillian schon bevor ihr kleiner Landon geboren wurde. Sie bekam Tabletten, vertraute den Ärzten. Das Problem an der Hormonstörung: Sie kann die Muttermilchproduktion herabsetzen, oder hervorrufen, dass zu wenig überlebenswichtige Nährstoffe für das Kind produziert werden. Und genau so war es bei Jillian.

"Landon schrie und schrie" - aus Hunger

"Landon schrie und schrie. Obwohl er an meiner Brust war," schreibt Jillian auf ihrer Seite www.fedisbest.org . Was sie damals nicht wusste: Der Kleine schrie schlichtweg aus Hunger, weil er nicht genügend Nährstoffe bekam.

Obwohl das Baby immer weiter schrie, entließen die Ärzte ihn und seine Mutter aus dem Krankenhaus. "Wir nahmen ihn also mit nach Hause, ohne zu wissen, dass er in weniger als zwölf Stunden Zuhause einen Herzstillstand erleiden sollte, hervorgerufen durch eine schwere Dehydration", schreibt die verzweifelte Mutter über die schlimmsten Stunden ihres Lebens.

Ein fataler Fehler, der Landon das Leben kostete

Angekommen in der Notaufnahme des Krankenhauses, kämpfen die Ärzte um Landons junges Leben. Schließlich kam ein Arzt auf sie zu und erklärte der verzweifelten Mutter - während ihr Neugeborenes an den lebenserhaltenden Maschinen hing - dass Stillen zwar das Beste sei. Man sollte dem Kind aber am Ende immer eine Flasche geben, um zu überprüfen, ob es auch wirklich satt ist.

Genau das hat Jillian nicht gemacht – weil sie es schlichtweg nicht wusste, man es ihr in all den Vorbereitungskursen und Büchern nicht gesagt hatte.

Am 25. März stellen die Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen ab. Landon stirbt an schweren Hirnschäden nach einem Herzstillstand, der durch die Dehydration zustande kam. "Hätte ich ihm nur ein einziges Mal die Flasche gegeben. Könnte ich nur die Zeit zurückdrehen", schreibt Jillian, die nach dem Tod ihres ersten Babies zusammenbricht.

Viele Jahre konnte die Frau, die inzwischen zwei gesunde Kinder hat, über den schrecklichen Verlust gar nicht sprechen, kämpfte mit unendlichen Schuldgefühlen. Jetzt, fünf Jahre, nach dem Tod ihres Babys, spricht sie über ihr Schicksal – um andere Mütter vor demselben Fehler zu bewahren.