Vier Tote bei SUV-Unfall

Nach Horror-Unfall in Berlin: Porsche-Fahrer unter Polizeischutz

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9. September 2019 - 14:59 Uhr

Unfall-Fahrer bekommt im Krankenhaus Polizeischutz

Auch drei Tage nach dem schrecklichen Unfall in Berlin-Mitte liegt der Fahrer schwerverletzt im Krankenhaus. Hier wird er von der Polizei hermetisch abgeschirmt, wie RTL jetzt aus Polizeikreisen erfahren hat. Es liege zwar keine konkrete Bedrohung vor, es handele sich aber um vorsorgliche Schutzmaßnahmen.

Vier Tote nach Horror-Crash

Bei einem Unfall am Freitag kamen in Berlin-Mitte vier Menschen ums Leben. Das Unfallfahrzeug kam dabei von der Fahrbahn ab und raste auf den Bürgersteig. Hier wurden die vier Opfer überfahren. Das Auto knickte einen Ampelmast um und kam völlig zerstört auf einem Grundstück zum Liegen. Im Video sehen Sie die letzten Aufnahmen, die die Dashcam gefilmt hat.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" und des "Tagesspiegel" könnte der SUV-Fahrer kurz vor dem tödlichen Unfall einen epileptischen Anfall erlitten haben. Nach "Tagesspiegel"-Informationen sagte die Mutter und Beifahrerin des Fahrers den Ermittlern, er habe kurz vor der Fahrt noch Medikamente genommen. Die Polizei bestätigt dies auf RTL-Anfrage nicht.

Epilepsie-Unfall in Hamburg: Fahrer verurteilt

In Hamburg wurde nach einem tödlichen Epilepsie-Unfall im Jahr 2011 der Unfall-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen schuldig gesprochen. Nach einem epileptischen Anfall fuhr Caesar S. über eine rote Ampel, sein Wagen traf eine Gruppe von Fußgängern und Radfahrern. Vier Menschen starben.

Das Gericht verurteilte den damals 40-Jährigen zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Er habe Warnsignale für seine Epilepsie missachtet und seinem Arzt Anfälle verschwiegen, so die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Caesar S. wurde außerdem für fünf Jahre der Führerschein entzogen.