RTL News>

Motorsport- 24 Stunden von Le Mans - Sophia Flörsch: Wie ihr Horror-Unfall ihrer Karriere geholfen hat

Le-Mans-Pilotin Sophia Flörsch exklusiv

Ihr Horror-Unfall machte sie berühmt: "Seitdem werde ich mehr respektiert"

Darum war ihr Horror-Crash ein wichtiger Meilenstein

Am 18. November 2018 stand für sie die Motorsport-Welt Kopf: Die damalige Formel-3-Fahrerin Sophia Flörsch verunglückte auf dem engen Stadtkurs von Macau schwer, die Horror-Bilder ihres Einschlags mit über 250 km/h gingen um die Welt. Doch Flörsch überraschte danach alle: Nach harter Arbeit in der Reha stieg sie schon im März 2019 wieder in ihren Rennwagen.

Mittlerweile ist die 20-Jährige in der DTM unterwegs, sitzt auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Samstag ab 15 Uhr live bei Nitro) im Auto - und zieht aus dem Unfall vor allem positive Lehren. Warum sie seit dem Crash mehr respektiert wird und warum es auch für das Frauenbild im Rennsport wichtig war, dass sie weiterfuhr, sagt sie oben im Video.

Flörsch weiß, was sie dem Unfall zu verdanken hat

„Jeder, der mich kennt, kennt auch meinen Unfall“, da macht sich die Münchnerin gar nichts vor. „Ich kann ihn nicht löschen, er wird immer Teil von mir bleiben.“

Zu eindringlich waren die Bilder. Auch wenn der Unfall damals nicht auf den offiziellen TV-Bildern zu sehen war, haben Kameras am Streckenrand die Szenen eingefangen.

18.11.2018, Macao, Macau: Sophia Flörsch (o), Rennfahrerin aus Deutschland für das Van Amersfoort Team, fliegt nach einem Zusammenstoß mit dem Fahrzeug eines anderen Fahrers über den Rennwagen von Sho Tsuboi, Rennfahrer aus Japan für das Team Tom's,
Formel-3 -Unfall von Spohia Flörsch 2018 in Macao.
VY gfh, dpa, Tony Wong

Flörsch fuhr praktisch ungebremst mit über 250 km/h vor einer Rechtskurve auf ihren Konkurrenten Jehan Deravula auf. Danach war sie in ihrem Wagen nur noch Passagierin – ihr Wagen rutschte über die Randsteine, die ihn in die Luft katapultierte, und flog letztendlich rückwärts in die Fangzäune. Ein Wahnsinns-Einschlag, der das Schlimmste befürchten ließ.

Flörsch: Weitermachen - auch fürs Frauenbild

Aber heute? Ist das alles abgehakt. Die 20-Jährige denkt nicht mehr dran. Und wenn, dann anders als erwartet. Ihr ginge es wie einst Niki Lauda: „Nach so einem Erlebnis hat man nur noch die positiven Erinnerungen daran.“ Es mag verrückt klingen, aber Flörsch hat der Unfall geholfen.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

VIDEO: Flörsch träumt von der Formel 1

Für sie war Aufgeben danach keine Option – schon gar nicht als Frau. Denn: Aus so einem Rückschlag stärker hervorzugehen, zeige, dass sich auch eine Frau in der Männerdomäne Rennsport behaupten könne.

„Ich glaube, das hat generell dazu beigetragen, dass Frauen mehr respektiert werden“, sagt die 20-Jährige im RTL/ntv-Interview. Nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sei „die richtige Entscheidung fürs Frauenbild“ gewesen. (ana)