Wurde ihm sein eigenes Gesetz zum Verhängnis?

Motorradfahrer will keinen Helm tragen - und stirbt bei Unfall an Kopfverletzung

Ron Smith (66) fuhr ohne Helm Motorrad und verunglückte tödlich.
Ron Smith (66) fuhr ohne Helm Motorrad und verunglückte tödlich.
Ron Smith, Facebook

Es ist schon paradox. Ron Smith, ein Anwalt aus Florida, kämpft jahrzehntelang dafür, dass Motorradhelme bei Fahrten nicht mehr verpflichtend aufgesetzt werden müssen. Nachdem er das Gesetz durchbringt, stirbt er bei einem Motorradunfall. Er trug keinen Kopfschutz.

Er kam von der Fahrbahn ab

Am 20. August war Smith mit seiner Freundin auf der US19 North in Pinellas County unterwegs. Plötzlich kam die Maschine von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte gegen einen Anhänger. Die beiden Motorrad-Begeisterten kamen bei diesem Unfall ums Leben.

Smith klagte über 10 Jahre für sein Recht

Mehr als ein Jahrzehnt versuchte der Helmgegner gegen die Vorschrift zu kämpfen, einen Helm zu tragen. Es hätte ihm nicht gepasst, dass er während seiner Motorrad-Touren verpflichtend einen Kopfschutz tragen müsse.

Und er hatte tatsächlich Erfolg: Ein Gericht beschloss gegen einen Kompromiss, die Gesetzeslage zu ändern. Fahrer, die sich gegen Unfälle mit einem Betrag von 10.000 Dollar versichern, dürfen seit 1998 im Sunshine State ohne Helm fahren.

Ein Gerichtsmediziner der „Times“ stellte fest, dass Smith und seine Freundin aufgrund eines Kopftraumas starben. Es konnte allerdings nicht abschließend geklärt werden, ob der Helm die Beiden vor dem tödlichen Unfall bewahrt hätte. (nme)