„Easy“ unterwegs

Mobilitätswende: Selbstfahrende Shuttlebusse rollen durch Frankfurt

Selbstfahrender Shuttlebus rollt durch Frankfurt Mobilitätswende
03:23 min
Mobilitätswende
Selbstfahrender Shuttlebus rollt durch Frankfurt

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Ein selbstfahrender Bus ganz ohne Fahrer? – Das testet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zusammen mit der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im Stadtteil Riederwald. Die „Easy“ On-Demand-Shuttles sollen künftig die Bus- und Bahn-Angebote ersetzen. Unser Reporter Finn Tönjes hat eine Fahrt mit dem autonomen Fahrzeug gewagt. Wie sich es sich anfühlt, in dem Shuttle zu sitzen, zeigen wir im Video.

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Mobilität der Zukunft

Zukunftsfantasie wird zur Realität – die „Easy-Shuttles“ bringen die Mobilität der Zukunft auf die Straßen Frankfurts. Die Elektro-Autos fahren 20 Kilometer pro Stunde und können per App oder telefonisch kostenlos gebucht werden. Im RTL-Interview, erklärt Thorsten Möginger, Projektleiter für autonomes Fahren bei der RMV: „Jetzt verbinden wir das erste Mal das Buchen auf Abruf, also die On-Demand-Mobilität mit den automatisierten Shuttles. Weil wir perspektivisch da ein sehr großes Potential sehen, dass viele von solchen Fahrzeugen im Verbundgebiet eingesetzt werden können.“

Abfahrtszeit sowie Start- und Zielpunkt können die User innerhalb des Bedienungsgebiets individuell bestimmen. Anstelle von herkömmlichen Haltestationen stoppt der Shuttle an markierten Punkten.

Thorsten Möginger, Projektleiter für autonomes Fahren bei der RMV
Thorsten Möginger, Projektleiter für autonomes Fahren bei der RMV sieht großes Potenzial bei der Verknüpfung von On-Demand-Mobilität und den automatisierten Shuttles.
RTL

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Trotz fortgeschrittener Technik ist dennoch Personal erforderlich. Sogenannte „Operator“ fahren in den Shuttlebussen mit, um im Notfall mit einer ferngesteuerten Konsole eingreifen zu können, erklärt der Operator der VGF, Dennis Greim: „Hindernisse, die plötzlich auftreten, erkennt das Fahrzeug automatisch und stoppt dann auch sofort. Es geht lediglich um Autos, die etwas weiter raus stehen, oder Sperrmüll, der abgelegt wurde. Das sind Hindernisse, die man so im Voraus nicht planen kann und da fahren wir manuell drumherum.“

Auch wenn die neue Technologie dem Operator viel Arbeit abnimmt, müssen die Operator die Verkehrslage stetig kontrollieren: „Man muss wirklich zu 110 Prozent konzentriert sein, um alles im Blick zu haben, um schnell dann auch agieren zu können. Das Fahrzeug ist sehr zuverlässig, dennoch ist Kontrolle immer noch die beste Methode.“

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Testphase bis Juli 2023

Bis Ende Juli 2023 soll die Testphase der „Easy“ On-Demand-Shuttles laufen. Doch damit ist das Projekt noch nicht abgeschlossen, erklärt Thorsten Möginger: „Wir werden die Erkenntnisse aus dem Projekt auswerten und schauen, wie gut es angenommen wurde. Und wie wir perspektivisch mehr solcher Fahrzeuge in den Verkehr bringen können.“

Bis dahin muss die RMV an der Hinderniserkennung und Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde noch feilen. Nichtsdestotrotz sind die „Easy-Shuttles ein wichtiger Schritt für die Mobilität von Morgen. (aba)