Missbrauchsskandal aufgedeckt: Männer zwingen Kinder zu Sex mit Tieren

23. November 2016 - 15:37 Uhr

Pressekonferenz bestätigt die Gräueltaten

Beschlagnahmte Bilder und Videos beweisen einen Missbrauchsskandal, der fassungslos macht: Männer fesseln Kinder, halten Übergriffe übelster Art in Filmen fest und zwingen Kinder zum Sex mit Tieren. Die Polizei in Bergen hat 20 Männer festgenommen, die in großem Umfang Kinder übers Internet sexuell missbraucht haben sollen. Am Sonntag gaben die Ermittler innerhalb einer Pressekonferenz Auskunft über den Fall, zu dem sich auch die norwegische Ministerpräsdentin äußerte.

"Es ist sehr schmerzhaft diese Dinge zu hören und die Chats zu lesen"

Gegen 31 weitere Beschuldigte werde ermittelt, teilte die Polizei mit. Beamte beschlagnahmten 150 Terrabytes mit Daten in Form von Bildern, Videos und Chats. Über eine Internetseite sollen viele der Männer ihre Übergriffe gemeinsam geplant haben.

Bei der Pressekonferenz bestätigte Chef-Ermittlerin Hilde Reikras laut 'The Local Norway': "Das Material zeigt unter anderem die Penetration von Kindern, gefesselte Kinder; Kinder, die Sex mit Tieren haben und Kinder, die Sex mit anderen Kindern haben".

Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg ist bestürzt: "Es ist sehr schmerzhaft diese Dinge zu hören und die Chats zu lesen und alles. Auch wenn manche Gespräche wohl eher Illusionen entsprechen, ist es grausam, so etwas zu hören. Wir sollten die Polizei von Bergen ehren, für die Arbeit, die sie geleistet hat. Es ist wichtig, solche Fälle zu prisorisieren und solche Übergriffe zu vermeiden."

Einige Väter filmten den Missbrauch ihrer eigenen Kinder. Ein Tatverdächtiger habe eine schwangere Freundin. Wie die Polizei berichtet, soll er online mit einem anderen Mann abgesprochen haben, wie er sein Kind nach der Geburt misshandeln könne.

Viele der mutmaßlichen Täter, die in verschiedenen Regionen Norwegens leben, haben nach Polizeiangaben einen hohen Bildungsgrad. Unter ihnen seien ein Politiker, ein Vorschullehrer und ein Polizist. Ihnen droht laut Bericht eine Strafe von bis zu 15 Jahren Gefängnis. Seit Januar 2016 ermittelten die Behörden in der 'Operation Dark Room'.