Vor EU-Treffen

Mineralöl in Babymilch: foodwatch fordert Veröffentlichung aller amtlichen Testergebnisse

Der Salmonellenskandal in Frankreich weitet sich aus. Mittlerweile sind 83 Länder von verseuchter Babymilch betroffen
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21. Februar 2020 - 7:55 Uhr

Verbraucherorganisation foodwatch

Vor einem am Freitag in Brüssel stattfindenden EU-Treffen über den Umgang mit gesundheitsgefährdenden Mineralölen in Babymilch hat die Verbraucherorganisation foodwatch die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Resultate aller amtlichen Labortests zu veröffentlichen.

Babymilch soll laut Foodwatchmit aromatischen Mineralölen belastet sein

foodwatch hatte im Oktober letzten Jahres Labortests veröffentlicht, wonach Milch für Babys und Kleinkinder mit sogenannten aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet ist. Betroffen waren Produkte aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, unter anderem von Nestlé und Danone.

Nestlé nahm laut eigenen Angaben den foofwtach-Bericht "sehr ernst" und versicherte "dass die Babys weiterhin sicher mit unserer Säuglingsnahrung gefüttert werden können. "Beba Optipro Pre" und "Beba Optipro 1" erfüllen alle lebensmittelrechtlichen Vorschriften in Deutschland und der EU", sagte Pressesprecher Alexander Antonoff gegenüber RTL.

Bei Untersuchungen der Zeitschrift Ökotest erhielten von 14 getesteten Milchpulverprodukten nur zwei die Bewertung 'gut'. Vier Produkte fielen komplett durch, sechs waren von der Qualität her 'ausreichend'. Zu den guten Milchpulverprodukten gehören laut Ökotest "Nestlé Beba Pro 1" und "Milasan Anfangsmilch 1".

Nach Informationen von foodwatch haben französische Behördenvertreter bereits angekündigt, sich für die Veröffentlichung aller bei Behörden der EU-Länder vorliegenden Testergebnisse einsetzen zu wollen.