Transportflieger in Teilrepublik Tatarstan abgestürzt

Mindestens 16 Tote bei Flugzeugabsturz in Russland

Das vom Pressedienst des russischen Ministeriums für Notfallsituationen zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Wrack des leichten zweimotorigen Transportflugzeugs des Typs L-410.
Das vom Pressedienst des russischen Ministeriums für Notfallsituationen zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Wrack des leichten zweimotorigen Transportflugzeugs des Typs L-410.
© dpa, Uncredited, AZ aju

10. Oktober 2021 - 14:28 Uhr

Angeblich sechs Überlebende geborgen

Mindestens 16 Menschen starben beim Absturz eines Flugzeugs in der russischen Teilrepublik Tatarstan. An Bord waren mehr als 20 Menschen, die meisten von ihnen Fallschirmspringer eines regionalen Aeroclubs. Sechs Menschen sollen mit schweren Verletzungen überlebt haben.

Die meisten Opfer waren Fallschirmspringer

Laut des russischen Zivilschutzministeriums handelte es sich bei der Unglücksmaschine um ein zweimotoriges Transportflugzeug des Typs L-410. Der Unglücksort ist nahe einem Flugplatz der Stadt Menselinsk. Einsatzkräfte hätten aus dem Wrack bisher elf Leichen geborgen, mindestens sieben Menschen sollen den Absturz überlebt haben - mit schweren Verletzungen.

Noch immer ist unklar, wie viele Menschen genau in der Maschine waren. An Bord waren nach ersten Erkenntnissen 2 Piloten und 20 Passagiere, später wurde von insgesamt 23 Menschen an Bord berichtet. In den sozialen Netzwerken waren Bilder des Wracks in einem Stapel aus Holzstämmen zu sehen.

War der Flieger überladen?

Demnach krachte die Maschine in der Nähe eines Dorfes auf den Boden. Helfer berichteten, das Flugzeug sei in Brand geraten, das Feuer sei schnell gelöscht worden. Als Absturzursache wurde eine Überladung des Flugzeugs oder technisches Versagen vermutet, weshalb sich der Pilot eine Notlandung versucht habe. Die Absturzstelle liegt 290 Kilometer östlich der Republikhauptstadt Kasan.

In Russland sind in diesem Jahr bei mehreren Unglücken in der Luftfahrt bereits Dutzende Menschen gestorben. Gründe sind oft Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften, veraltete Technik oder menschliches Versagen. (uvo / dpa)