Auch ein Baby-Geschenk für eine Königin wurde gestohlen

Das wurde aus dem Grünen Gewölbe geklaut

27. November 2019 - 10:11 Uhr

Beute aus dem Grünen Gewölbe angeblich Milliarden wert

Am Montag, um 4.58 Uhr ging der Alarm los. Um 5.05 Uhr war die Polizei am Grünen Gewölbe. Doch da hatten sich die Diebe schon aus dem Staub gemacht. Insgesamt sollen sie Beute im Wert von einer Milliarde Euro gemacht haben, darunter auch ein wertvolles Baby-Geschenk für Königin Amalie Auguste. Welche Schätze die Kriminellen gestohlen haben, sehen Sie im Video.

Wertvolles Geschenk zur Geburt wurde in Dresden geklaut

Besonders traurig: Unter den geklauten Schätzen ist auch die große Brustschleife aus dem Schmuck der Königinnen. Auf den Webseiten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ist zu lesen, dass Kurfürst Friedrich August III. die Brustschleife für seine Gemahlin Amalie Auguste (1752-1828) herstellen ließ - wohl anlässlich der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes Maria Augusta.

Ölgemälde von Königin Amalie Auguste aus dem Jahr 1823
Ölgemälde von Königin Amalie Auguste aus dem Jahr 1823
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Schleife mit reichem Diamantbesatz

Die Schleife, die einen reichen Diamantbesatz hat, wurde laut den SKD dem offiziellen Repräsentationsschmuck des Hauses Wettin zugeordnet und ist damit Bestandteil des Grünen Gewölbes.

Die große Brustschleife von Königin Amalie Auguste
Die große Brustschleife von Königin Amalie Auguste
© dpa, Grünes Gewölbe, lix jai gfh

Diebe flohen in einer Limousine

Die Diebe zündeten einen Stromkasten an, sorgten so für einen Stromausfall und stiegen dann ins Grüne Gewölbe ein. Dann zertrümmerten sie die Vitrinen mit Äxten und bereicherten sich. Später flohen die Personen in einer Limousine. Mittlerweile ist bestätigt, dass es sich bei dem in einer Tiefgarage ausgebrannten Auto um das Fluchtfahrzeug handelt. Bislang fehlt von den Dieben weiterhin jede Spur. 

Verkauf des gestohlenen Schmucks dürfte schwierig werden

Weil es sich bei den geklauten Schmuckstücken um Unikate handelt, dürfte es schwer sein, sie zu verkaufen. Die Teile sind schnell zu identifizieren. Trotzdem haben die Diebe gezielt nur diese kompletten Schmuck-Sätze gestohlen, die eine historische Seltenheit darstellen. Anders als bisher vermutet, führt die Spur zum aktuellen Zeitpunkt nicht in den Bereich der Clan-Kriminalität.