Einsatz auf Bundeswehrgelände in Meppen

Sieben Verletzte nach Kampfmittelsprengung

Die Verletzten mussten dekontaminiert werden.
Die Verletzten mussten dekontaminiert werden.
© dpa, NMW-TV, fdt wst

23. September 2021 - 7:42 Uhr

Betroffene kamen ins Krankenhaus

Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 bei Meppen im Emsland sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Sie kamen mit Atembeschwerden ins Krankenhaus.

Mitarbeiter bekamen Atemwegsprobleme

Dem Feuerwehrsprecher zufolge waren auf dem Bundeswehrgelände nicht mehr transportfähige Kampfmittel gesprengt worden – eine Routine-Aufgabe. Danach sollte kontrolliert werden, ob alle Kampfmittel beseitigt wurden. Dabei habe ein erster Mitarbeiter über Atemwegsprobleme geklagt. Sechs weitere meldeten sich ebenfalls mit Beschwerden.

Dekontaminierungsstrecke vor Klinik

Daraufhin seien der Rettungsdienst der Bundeswehr und die örtliche Feuerwehr verständigt worden. Bevor sie in ein Meppener Krankenhaus gebracht werden konnten, mussten die Patienten zunächst gereinigt werden. Es sei eine Dekontaminierungsstrecke aufgebaut worden. Nach der Reinigung wurden fünf Bundeswehrangehörige und zwei externe Sprengstoffexperten zur Beobachtung in die Klinik gebracht.

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Ursache war offenbar Reizgas

Niemand sei schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Emsland. Vermutlich hätten die Munitionsexperten Reizgase eingeatmet.

Die Wehrtechnische Dienststelle 91 im Emsland dient zur Waffen- und Munitionserprobung. Vor drei Jahren gab es auf dem Gelände einen wochenlangen Moorbrand, der bei einem Waffentest ausgebrochen war. (dpa/lzi)