Weitsprung-Queen erlebte Drama bei European Championships

Malaika Mihambo nach Kollaps bei EM: "Die Ehrenrunde war zu viel"

"Die Ehrenrunde war zu viel" Malaika Mihambo nach Kreislaufkollaps
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Malaika Mihambo nach Kreislaufkollaps
"Die Ehrenrunde war zu viel"

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Große Sorgen bei den Fans, denn ihr Silber-Abend bei der EM endete für Malaika Mihambo mit einem Drama. Die deutsche Weitsprung-Queen musste bei den European Championships mit einem Golf-Kart aus dem Münchner Olympiastadion gebracht werden. Die 28-Jährige war nach dem Wettbewerb völlig erschöpft, erlitt einen Kreislauf-Kollaps. Im RTL-Interview verrät die Olympiasiegerin am Tag danach, wie es dazu kam – im Video.

Malaika Mihambo: "Bin über meine Grenzen gegangen"

Doch zuerst gibt sie Entwarnung, was ihren Gesundheitszustand angeht. „Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser, aber ich merke, dass ich gestern Abend an meine Grenzen gestoßen und auch darüber hinausgegangen bin“, sagt Mihambo.

Die Weltmeisterin musste sich am Donnerstagabend bei der EM im Kampf um Gold der Serbin Ivana Vuleta geschlagen geben. 7,03 Meter sprang Mihambo weit, kam nicht näher an die 7,06 Meter der Siegerin heran. Dass sie überhaupt eine Silberleistung abrufen konnte, ist nicht selbstverständlich – denn Mihambo ging nach einer überstandenen Corona-Infektion geschwächt in den Wettbewerb. „Ich habe schon am Tag zwischen Quali und Finale gemerkt, dass ich müde bin, ich war auch dann am Wettkampftag noch müde“, erzählt Mihambo.

Malaika Mihambo: „Ich habe keine Luft mehr bekommen, was noch eine Corona-Folge ist"

Sport Bilder des Tages MIHAMBO Malaika GER is celebrating her silver medal, Womens Long Jump, GER, Athletics Leichtathletik, European Championships Munich 2022, 18.08.2022 Photo: Eibner/Memmler GER, Athletics Leichtathletik, European Championships Mu
Malaika Mihambo bei ihrer Ehrenrunde in München
www.imago-images.de, IMAGO/Eibner, IMAGO/Eibner/Memmler

Beim Aufwärmen sei eigentlich noch alles in Ordnung gewesen, auch zu Beginn des Wettkampf habe sie sich fit gefühlt. Doch nach dem dritten Sprung merkte Mihambo, dass es anstrengend würde. „Meine Beine fingen an zu kribbeln und schwer zu werden. Trotzdem habe ich bei jedem Versuch versucht, noch mal an die 7,06 ranzugehen.“ Zu viel für ihren Körper.

„Nach dem letzten Sprung habe ich schon gemerkt, dass mir langsam schwindelig wird, dann noch die Ehrenrunde, da war ich dann einfach platt, weil ich auch im Training seit Corona nie mehr als 400 Meter am Stück gelaufen“, berichtet Mihambo im Interview mit RTL-Reporter Felix Görner: „Ich habe keine Luft mehr bekommen, was noch eine Corona-Folge ist. Dann hat mein Kreislauf nicht mehr mitgespielt.

So dramatisch der Abend war, so unruhig war die darauf folgende Nacht: „Ich war sehr aufgewühlt“, sagt Mihambo. „Kreislaufkollaps und Atemnot zu erleben, sind keine schönen Gefühle, das muss man verarbeiten.“ Schlafen konnte sie erst gegen drei Uhr.

Mihambo sagt am Tag nach dem Wettkampf: „Schade, dass es nicht gereicht hat. Trotzdem bin ich unheimlich stolz, dass ich so weit gekommen bin.“ (sfu/swi)