#MachDieRobbe von Julien Bam: Diese Challenge hat einen brutal ernsten Hintergrund

Die #MachDieRobbe-Challenge von Julien Bam hat einen sehr ernsten Hintergrund.
© Twitter, twitter.com/Julien_Bam

25. September 2018 - 17:24 Uhr

Neue Internet-Challenge

Ist Ihr Rücken verspannt? Dann brauchen Sie dringend eine Dehnungsübung. Wie gut, dass es jetzt eine neue Internet-Challenge gibt, die perfekt dazu passt: #MachDieRobbe!

So machen Sie die Robbe!

Also, los geht's: bäuchlings auf den Boden legen, dann die Beine anwinkeln, als Nächstes mit den Händen die Füße greifen, Kopf nach oben – und jetzt die Hände und Füße immer wieder rhythmisch im Bogen nach oben ziehen. Ganz schön anstrengend, oder? Aber, hey: Challenge geschafft, Sie haben die Robbe gemacht! Und ganz nebenher auch gegen grausame Robbenjagd protestiert.

Farbenfrohes Musikvideo endet schockierend

Teenie-Idol Julien Bam dominierte 2017 das deutsche Youtube-Jahresranking.
Julien Bam, Teenie-Idol aus Aachen, dominierte 2017 das deutsche Youtube-Jahresranking.
© imago/Felix Jason, SpotOn

Denn die #MachDieRobbe-Challenge, die sich gerade im Internet verbreitet, hat einen sehr ernsten und traurigen Hintergrund. Ins Leben gerufen hat sie Youtube-Star und Teenie-Idol Julien Bam mit seinem Video "Mach die Robbe feat. die Robbe". Der Musikclip in Gangnam-Style-Machart erzählt von einer coolen Robbe, die alle lieben. Und die eben diesen tollen Robben-Move, den alle nachmachen sollen, draufhat.

Am Ende des farbenfrohen und lustigen Clips wird es allerdings heftig und plötzlich sehr brutal. Ein vermummter Mann schlägt mehrfach mit einem Baseballschläger auf die Robbe ein und zieht ihr dann das Fell ab. Darunter erscheint ein nackter toter Mensch.

Aktion soll auf Robbenjagd aufmerksam machen

"Damit wollten wir verdeutlichen, dass ein Tier genauso ein Lebewesen ist wie ein Mensch", erklärt Julien Bam in einem Erklärvideo zu seinem Musikclip. "Bei der Robbenjagd dringen jedes Jahr Menschenmassen mit Gewehren und anderen tödlichen Waffen in die Heimatgebiete der Robben ein", erzählt er seinen Fans, "nur um sie für ihr Fell zu jagen und zu töten. Dabei wird ihnen mit dem Hakapik auf den Hinterkopf geschlagen, so dass der Schädelknochen bricht und sie bewusstlos werden, es werden ihnen die Arme aufgeschnitten und man lässt sie ausbluten, so dass man ihnen das Fell abziehen kann."

Nach der #MachDieRobbe-Challenge bitte Protest-E-Mail schicken!

ARCHIV - Ein Robbenjäger holt im Packeis vor den Magdalenen-Inseln im St.-Lorenz-Golf im Nordosten Kanadas mit einem Knüppel aus, um eine erst wenige Wochen alte Sattelrobbe zu erschlagen (Archivbild von der Robbenjagd 2003). Begleitet von massiven P
Tierschützer klagen bereits seit Jahren über die Grausamkeiten bei der Robbenjagd.
© dpa, A9999 Db Ifaw

Laut deutschem Tierschutzbund werden weltweit jährlich nach wie vor 750.000 Robben zu kommerziellen Zwecken getötet und gehäutet. Der Großteil der Jagden finde noch immer in Kanada, Grönland und Namibia statt. Über 90 Prozent der getöteten Tiere seien Jungtiere im Alter von zwei Wochen bis drei Monaten. Deswegen ruft Julien Bam seine Fans und alle Tierfreunde unter seinem Clip dazu auf, eine Protest-Mail an die kanadische Botschaft zu senden und liefert dazu auch eine Textvorlage.