Der Comedian schlechthinLouis de Funès – Der Mensch hinter dem genialen Schauspieler und Meister der Mimik

Claude (Louis de Funes, li.) wird von einem merkwürdigen Geräusch aufgeweckt. Sofort macht er sich auf den Weg zu seinem Nachbarn (Jean Carmet), mit dem er gemeinsam Ursachenforschung betreiben will.
Ganze Generationen haben schon über die Filme von Louis de Funès (li.) gelacht

„Nein… doch… oh!“ Spätestens bei diesen Worten sollte jeder den Mann vor Augen haben, der sie zum ersten Mal im Film „Camouflage – Hasch mich, ich bin der Mörder“ (1971) ausgesprochen und danach zu seinem Markenzeichen gemacht hat: der französische Schauspieler und Filmkomiker Louis de Funès. Jeder kennt diese Ausrufe, aber wer war der Mann, der sie so berühmt gemacht hat?
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Ein Filmkomiker in der Rolle des cholerischen Kleinbürgers

Die Rolle des Cholerikers, der sich aufgrund seines Temperaments oft selbst im Weg steht, beherrschte Louis de Funès nahezu perfekt. Jedoch spiegelte das nicht seine wahre Persönlichkeit wider. Privat galt de Funès als das komplette Gegenteil seiner Rollen, er war eher still, zurückhaltend und liebte die Natur. Vor allem Rosen hatten es ihm angetan.

Louis Germain David de Funès de Galarza war der Sohn spanischer Einwanderer und kam im Jahr 1904 mit seiner Familie nach Frankreich, wo er in einer französischen Gemeinde namens Villiers-sur-Marne aufwuchs. Obwohl sein Vater eigentlich Rechtsanwalt war, konnte er diesem Beruf in Frankreich nicht nachgehen und versuchte sich als Diamantenhändler, leider ohne jeglichen Erfolg. Louis wuchs hauptsächlich mit seinen Geschwistern und seiner Mutter auf, die ihm ab seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht gab. Als er neun Jahre alt war, schickten ihn seine Eltern auf ein Internat und im Jahr 1932 kam er dann auf die École Technique de Photographie et de Cinéma, an der er den Fachbereich Kino wählte. Seit Ende der 1940er-Jahre übernahm er dann erste Filmrollen.

Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er jedoch erst im Jahr 1964 mit dem Film „Louis, das Schlitzohr“. Von da an galt er als Frankreichs Nummer-1-Filmkomiker und spielte in insgesamt 160 Kinofilmen mit. Er war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt drei Söhne.

Die letzten Jahre des Louis de Funès

Der Komiker war dafür bekannt, seine ganze Kraft in seine Rollen zu stecken und komplett darin aufzugehen. Diese Art von Leidenschaft holte ihn gegen Ende seines Leben ein. Aufgrund erster gesundheitlicher Probleme reduzierte er seine Tätigkeiten ab dem Jahr 1971 erheblich. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, 1973 seinen bis dahin wohl anspruchsvollsten Film zu drehen: „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“. Die Rolle eines rassistischen Fabrikanten, der gezwungenermaßen die Identität eines Rabbiners annehmen musste, war sowohl schauspielerisch als auch körperlich sehr fordernd.

Im Jahr 1974 erlitt de Funès dann seinen ersten Herzinfarkt, nur acht Tage später folgte ein zweiter. Daraufhin fühlte sich der Schauspieler krank und nutzlos, keine Versicherung wollte mehr am Filmset das Risiko für ihn übernehmen. Dennoch drehte er ab 1976 weitere Erfolgsfilme, wie „Brust oder Keule“. Bei den Dreharbeiten war immer ein Kardiologe anwesend und man achtete darauf, dass er seine Rollen ruhiger anging.

Im Jahr 1983 starb Louis de Funès mit 68 Jahren an den Folgen eines weiteren Herzinfarkts. Er wurde unweit seines ehemaligen Zuhauses, dem Schloss Clermont im Département Loire-Atlantique, beigesetzt.

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