Millionen-Handgeld und Luxus-Flüge

Messi-Leak: Superstar stellte astronomische Forderungen an FC Barcelona

Hier weint Messi zum Barca-Abschied Heute muss ich mich verabschieden
02:14 min
Heute muss ich mich verabschieden
Hier weint Messi zum Barca-Abschied

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Unter Tränen verließ Lionel Messi im Sommer vergangenen Jahres „seinen“ FC Barcelona, bei dem er seit Teenager-Tagen gespielt hatte und zum Weltfußballer gereift war, und wechselte zu Paris St.Germain (oben im Video). Die offizielle Version damals: Das hochverschuldete Barca konnte sich den Superstar schlicht nicht mehr leisten, Messi habe das Ende seiner Ära selbst nicht gewollt. Durchgesickerte Dokumente zeigen nun allerdings, dass Messi den Katalanen im Poker um einen neuen Vertrag finanziell offenbar astronomische Forderungen stellte.

Irre Messi-Wunschliste durchgesickert

Wie die spanische „El Mundo“ unter Berufung auf E-Mails und Nachrichten zwischen Barca-Boss Josep Maria Bartomeu und Messis Vater Jorge berichtet, forderte der Argentinier bei den Verhandlungen 2020 unter anderem ein Handgeld von 10 Millionen Euro – nur für seine Unterschrift. Außerdem habe die Messi-Seite ein höheres Gehalt für den Fall gefordert, dass in Spanien die Steuern erhöht werden.

Weitere Punkte auf der Wunschliste des Großverdieners: Flüge mit dem Privatjet nach Argentinien (und das auch für die Familie seines damaligen Teamkollegen Luis Suarez) sowie eine eigene Lounge in Barcelonas Fußball-Tempel Camp Nou. Außerdem soll Messi verlangt haben, die Ausstiegsklausel für einen Wechsel in seinem Vertrag von den zuvor festgeschriebenen 700 Millionen Euro auf den symbolischen Betrag von 10.000 Euro zu senken und damit faktisch zu streichen.

Barca-Boss machte nicht mehr mit

Laut dem El-Mundo-Bericht schien Barcelona zwischenzeitlich sogar bereit, die Mehrzahl von Messis Forderungen zu erfüllen. Am Ende soll Bartomeu das 10-Millionen-Handgeld und die de facto nicht mehr existente Ausstiegsklausel abgelehnt haben.

Wegen der dramatischen Lage bei Barcelona – der Club ist mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldet – habe die Vereinsführung Messis Gehalt zudem um 30 Prozent kürzen wollen, was der Superstar „zum Wohle des Vereins“ wiederum akzeptiert hätte.

Die spanische Zeitung hatte schon Anfang 2021 Messis Barca-Vertrag publik gemacht und von einem „pharaonischen Vertrag, der Barcelona ruiniert habe“ geschrieben. Demnach verdiente Messi nach seiner Vertragsverlängerung 2017 bei den Katalanen 137 Millionen Euro brutto pro Jahr. (mar)