Shisha-Branche befürchtet Pleitewelle„Jede dritte oder jede vierte Shisha-Bar am Ende dieses Jahres geschlossen“

ARCHIV - 29.06.2023, Baden-Württemberg, Sindelfingen: Ein Mann raucht in einer Shisha-Bar eine Shisha-Wasserpfeife. (zu dpa: «Shisha-Branche befürchtet Pleitewelle») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Shisha Bars droht eine Pleite-Welle.
dpa, Bernd Weißbrod

Pleite-Welle in der Shisha-Szene!
Das Rauchen von Wasserpfeifen lag jahrelang im Trend, in den Städten öffneten immer mehr Shisha-Bars. Mehr als 5.000 soll es in Deutschland geben. Doch nun scheint die Shisha-Stimmung zu kippen.
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Wasserpfeifen-Industrie schwer angeschlagen

Die Shisha-Branche steht laut des Bundesverbandes Wasserpfeifentabak vor einer schweren Krise. Durch die neueste Verpackungsvorschrift, die Mitte 2022 in Kraft trat, hat sich der Preis für Shisha-Tabak in etwa verdoppelt – mit verheerenden Auswirkungen für die Tabakbranche. Statt den teureren, legalen Tabak zu erwerben, greifen immer mehr Konsumenten auf gefährliche Schwarzmarkt-Produkte zurück und rauchen vermehrt zu Hause statt in Bars.

Sollte diese Regulierung nicht aufgehoben werden, könnten bis zu einem Drittel aller Shisha-Bars in Deutschland bis zum Jahresende schließen, so Folke Rega, Geschäftsführer des Verbandes. Zudem hätten Hersteller und Händler mit einer akuten Insolvenzgefahr zu kämpfen.

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Rega appelliert an das Bundesfinanzministerium, die Verordnung über die Verpackungsgröße zu ändern und wieder größere Gebinde zuzulassen. „Das würde den Schwarzmarkt abwürgen und das legale Geschäft ankurbeln“, sagt Rega. „Der Bund hätte dann wesentliche Steuermehreinnahmen, die er doch gerade jetzt, in Zeiten knapper Kassen, gut gebrauchen dürfte.“ Der Wert der Steuerzeichen, die der Staat für Wasserpfeifen-Tabak ausgab, lag 2023 laut Statistischem Bundesamt bei 41,2 Millionen Euro, erheblich weniger als 2021. (kra, mit dpa)