2016 M06 7 - 15:23 Uhr

Sarah Lombardi: "Im Rhythmus zu tanzen, ist für mich eine ganz andere Welt"

Für Sarah Lombardi ist "Let's Dance" eine ganz neue Herausforderung: "Im Rhythmus zu tanzen, ist für mich eine ganz andere Welt."

Warum tanzen Sie bei "Let's Dance"?

"Let's Dance" war für mich schon immer eine Show, die ich gerne geschaut und verfolgt habe. Ich selbst kann nicht tanzen und daher habe ich mir gedacht, dass ich mal wieder eine neue Herausforderung brauche, bei der ich etwas lernen kann, aus mir rauskommen muss und mich frei fühlen und Spaß haben kann.

Stehen Sie auf Partys dann eher an der Bar als auf der Tanzfläche?

Ich glaube, das Tanzen in der Disco hat nichts mit dem Tanzen bei "Let's Dance" zu tun. Auch wenn jemand Hip Hop tanzen kann, heißt das noch nicht, dass es auch bei "Let's Dance" funktioniert. Der Dieter hat immer gesagt, dass ich eine Bügel-Station bin, weil ich mich so wenig bewegt habe. Ich glaube, das liegt daran, dass ich häufig eine innere Blockade habe und mich nicht so richtig traue.

Haben Sie Angst, sich bei "Let's Dance" zu blamieren?

Ich habe natürlich Angst, dass ich mitten auf der Bühne meine Schritte vergesse und einfach nur Robert Beitsch hinterherlaufe. Ich bin nun mal Sängerin. Das darf ich nicht vergessen. Aber ich möchte es versuchen und werde auf jeden Fall mein Bestes geben.

Haben Sie als Sängerin den Rhythmus im Blut?

Man sagt ja immer, wenn man Sängerin ist, hat man automatisch Rhythmusgefühl. Aber ich glaube beim Tanzen ist das noch einmal etwas ganz anderes. Auf Musik zu singen, fällt mir leicht. Aber auf Musik im Rhythmus zu tanzen, ist für mich eine ganz andere Welt.

Tanzt Ihr Ehemann Pietro gerne?

Es gibt viele Frauen, die gerne tanzen, aber ihren Ehemann nicht überredet bekommen, mitzutanzen. Das höchste alle Gefühle war bei uns der Hochzeitstanz und weiter würde Pietro auch niemals gehen. Egal wie gern ich tanze oder ihn überreden wollte. Er würde niemals tanzen.

War das ein Hochzeits-Walzer?

Wir haben eigentlich Freestyle getanzt, aber es war ein Hochzeitstanz. Hauptsache, es gab überhaupt einen.

Sarah Lombardi: "Pietro unterstützt mich sehr"

Sie sind junge Eltern. Wie sieht Ihr Tagesablauf während "Let's Dance" aus?

Ich versuche natürlich meine Trainingszeiten so einzuplanen, dass ich noch genug Zeit für Alessio habe. Er ist noch sehr klein und ich will so viel Zeit mit ihm verbringen, wie es geht. Aber mein Mann ist auch noch da und unterstützt mich dabei. Eigentlich hilft die ganze Familie mit und zum Glück findet auch alles in Köln statt. Ich falle ja praktisch aus der Haustür direkt ins Studio.

Herr Llambi ist nicht gerade für zahme Worte bekannt. Wie reagieren Sie auf Kritik?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es vom Herrn Llambi auch Kritik geben wird. Aber man muss sich das dann auch selbst eingestehen. Wenn es nicht so gut war, dann war es eben nicht so gut. Man muss auch selbst über sich lachen können. Das fällt mir beim Tanzen aber auch nicht schwer.

Sie haben Ihren Tanzpartner Robert Beitsch inzwischen kennengelernt. Funktioniert das gut zwischen Ihnen?

Ja! Der Robert ist ein super Tanztrainer. Ich vertraue ihm voll und ganz. Er hat sehr viel Geduld, das war mir wichtig. Er macht das echt super.

Wie hat Ihr Ehemann darauf reagiert, dass Sie bei "Let's Dance" mitmachen? Ist er eifersüchtig?

Nein. Ich habe Pietro extra vorher gefragt und er meinte nur: 'Ach Schatz, nach fünf Jahren Beziehung ist man doch nicht mehr eifersüchtig.' Aber ich glaube, Pietro braucht sich auch wirklich keine Gedanken zu machen, weil wir einfach ein eingespieltes Team sind. Für mich gibt es nur meinen Mann und meinen Sohn.

Wollen Sie "Dancing Star" werden?

Ich glaube "Dancing Star" ist ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt. Da denke ich im Moment noch gar nicht dran. Ich frage mich jetzt erstmal, wie ich die erste Show meistern soll ohne mich auf das Parkett zu legen? Ich hoffe und wünsche mir, dass sich das Training am Ende gelohnt hat, dass alles gut funktioniert und wir am Ende stolz auf uns sind.

Gibt es einen Tanz, auf den Sie sich besonders freuen?

Generell mag ich die latein-amerikanischen Tänze lieber als die Standard-Tänze. Aber ob die mir auch besser liegen, muss ich dann sehen.

Haben Sie ein Erfolgsrezept oder eine persönliche Strategie?

Bei "Let's Dance" geht es für mich darum, den starken Ehrgeiz, den ich habe, auch mal abzulegen. Oft war es in meinem Leben so, dass mir mein Ehrgeiz zum Verhängnis wurde. Daher wünsche ich mir für "Let's Dance", dass ich dieses Mal mit mehr Spaß an die Sache herangehen kann. Natürlich möchte ich am Ende auch gut tanzen können, aber ich möchte nicht mehr so viel denken, nicht mehr so verbissen sein, sondern versuchen, es auch zu genießen.

Mit Robert Beitsch haben Sie einen starken Partner an ihrer Seite. Sie kämpfen als Team …

Ja genau. Ich habe jemanden an meiner Seite, der schon perfekt tanzen kann. Das gibt mir Mut und beruhigt mich, denn selbst wenn ich auf dem Parkett die Kontrolle verliere und nicht mehr weiß, ob ich nach links oder rechts muss, weiß ich, dass Robert mich führt und mitnimmt. Irgendwie funktioniert das schon.