Tierisches Missverständnis auf Wahlzettel im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Kater "Bobby" kandidiert zur Bundestagswahl

So hat es Kater Bobby auf den Bundestags-Wahlzettel geschafft
So hat es Kater Bobby auf den Bundestags-Wahlzettel geschafft
Michael Gabler, privat

Ein Tier stielt allen Wahlkandidaten die Show

Wer im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming zur Wahl geht, hat dieses Jahr die Chance eine ganz außergewöhnliche Partei zu wählen: die Kater-Bobby-Partei. Die hat es nämlich tatsächlich auf den Wahlzettel geschafft. Dahinter steckt zwar ein Missverständnis – dieses ist inzwischen aber nicht mehr rückgängig zu machen.

Bobbys Wahlantritt war keine Absicht

Tierpfleger Michael Gabler ist ein bisschen peinlich berührt. Denn „es war nicht mit Absicht“, dass sein Kater plötzlich auch auf dem Wahlzettel in seinem Landkreis steht, verrät er gegenüber RTL-Reporterin Cathleen Bergholz. „Ein bisschen lustig ist es aber schon“, fügt er dann noch lachend hinzu. Doch wie genau konnte das geschehen?

Kater Bobby Partei
Kater Bobby landet versehentlich auf dem Wahlzettel im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Michael Gabler, privat

Verhängnisvolle Verwechslung

Michael Gabler möchte zum ersten Mal als Kandidat zur Bundestagswahl in seinem Landkreis antreten und lässt sich als parteiloser Direktkandidat aufstellen. Es folgt ein Telefonat mit dem Landeswahlleiter, der seine persönlichen Daten aufnehmen möchte. Dabei wird er auch nach einem Kennwort gefragt. Und genau hier passiert es dann: das große Missgeschick mit Bobby. Eigentlich soll das Kennwort Kandidaten näher beschreiben oder ihre Zugehörigkeit zu einer Partei anzeigen. Aber: „Ich habe Kennwort mit Passwort verwechselt“, sagt Gabler. Er denkt, er müsse eine Art Passwort angeben, mit dem er sich am Telefon ausweisen kann und wählt das Wort „Bobby“.

„Was die Kandidatin/ der Kandidat als sein Kennwort wählt, ist ihr/ihm selbst überlassen und wird von mir als Wahlleiter nicht geprüft oder hinterfragt.“, schildert Landeswahlleiter Alexander Nagel gegenüber RTL. „Für die Wahl selbst ist das Kennwort "Bobby" völlig unproblematisch und bedarf rein aus Blick der Wahlorganisation zu keinem Zeitpunkt einer Korrektur.“, so Nagel.

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Die neue Bobby-Partei

Für eine Korrektur ist es inzwischen auch zu spät. Denn als der Fehler bemerkt wird, sind die Wahlzettel bereits gedruckt und Kater Bobby steht neben seinem Besitzer nun auch zur Wahl.

Kater hat es auf Wahlunterlagen geschafft
Kater Bobby erscheint auf dem Wahlzettel in dem Feld, wo eigentlich die Partei des Kandidaten genannt werden soll
privat

Doch nur wenige Tage nach dem Erscheinen der Wahlunterlagen büxt Bobby plötzlich aus. „Dem wurde es zu viel, denke ich“, erklärt sich Michael Gabler das Verschwinden seines geliebten Katers. Bobby war zwar schon einmal für ein bis zwei Tage weg, „aber so lange noch nicht“, sagt Gabler. Inzwischen ist die zweijährige Fellnase seit insgesamt zwei Wochen weg. Gabler hofft, dass sein Liebling bald wieder auftaucht- bis dahin macht er „einen ruhigen Wahlkampf“ ohne Bobby an seiner Seite.

Für Landeswahlleiter Nagel „handelt es sich hier um eine nette Anekdote“, die seinem Team und ihm „bestimmt in positiver Erinnerung bleiben wird“. (cbe)