Risiko für Ihr Kind

Kuscheltiere im Test: Die Hälfte ist zu gefährlich

Ihr Kuscheltier ist für viele Kinder der beste Freund, doch manche können gefährlich werden.
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17. November 2020 - 12:52 Uhr

Schlechte Noten für 11 von 22 Plüschtieren

Sie werden geliebt, gedrückt und geknutscht: Stofftiere müssen eine Menge aushalten. Doch mit einigen sollte Ihr Kind lieber nicht kuscheln: Stiftung Warentest hat 22 der Spielzeuge getestet, die Hälfte von ihnen konnte wegen gefährlicher Kleinteile oder Stoffe nicht überzeugen – acht sind sogar nur "mangelhaft". Wir zeigen, welche Plüschtiere Sie guten Gewissens verschenken können.

So wurde getestet

Stiftung Warentest untersuchte das Spielzeug nach den gängigen Normen auf Entflammbarkeit, verschluckbare Kleinteile sowie Strangulations- oder Erstickungsgefahr. Da Kinderliebe selten ohne Spuren bleibt, wurde an jedem Plüschtier in rund 300 Tests außerdem ordentlich gezupft und gezogen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Mögliche Schadstoffe. Hier hat sich die Sicherheit im Vergleich zu einem Test vor fünf Jahren verbessert. Damals waren noch 43 Prozent der Kuscheltiere mit krebserzeugendem Chrysen belastet, diesmal waren alle Proben frei davon. Trotzdem fand das Magazin teilweise in Etiketten, Filz oder Halstüchern kritische Mengen gesundheits- oder umweltgefährdender Substanzen.

Plüschtiere: Die Testsieger und -verlierer

"Elsa, die Eiskönigin"-Stoffpuppe von Disney
Nach der Kritik von Stiftung Warentest hat Disney diese Elsa-Stoffpuppe zurückgerufen
© disney.com

Diese Plüschtiere konnten Stiftung Warentest auf voller Linie überzeugen:

  •  "Pusblu Dino blau" von dm, ca. 5,95 Euro, Note "sehr gut" (1,0)
  • "Babydream Hund" von Rossmann, ca. 4,70 Euro, Note "sehr gut" (1,0)
  • "Sorgenfresser Ping" von Schmidt Spiele, 16,80 Euro, Note "sehr gut" (1,5)

Sieben weitere Spielzeuge bekamen ein "gut", das "Smiki Lama" von Spiele Max immerhin noch ein "befriedigend".

Bei manchen der Figuren lag die schlechteste Bewertung lediglich an der Verpackung: Beim "Hase Pino Schlenkertier" von Käthe Kruse sowie dem "Schlenkertier Bär braun" von Senger Naturwelt war die Verpackungsfolie zu dünn. Die Erstickungsgefahr für kleine Kinder ist hier zu hoch, deshalb gab es nur ein "mangelhaft". Die Hersteller erklärten aber, in Zukunft dickere Folien zu verwenden.

Bei diesen Stofftieren gab es außerdem Probleme und nur die Note "mangelhaft" (5,0):

  • "Jack-Russel-Terrier Rusty, stehend" von Kösen, ca. 61,50 Euro
    Der Stoff an den Ohren gibt zu viele Schadstoffe wie Formaldehyd ab. Wegen einer zu langen Leine besteht Strangulationsgefahr. Der Hersteller liefert diese laut eigener Aussage inzwischen nicht mehr mit, der Stoff für die Ohren werde ersetzt.
  • "Beanie Babies Pepa Pig 15 cm" von Ty, ca. 10 Euro
    Der Aufkleber am Etikett löst sich zu leicht – es besteht Erstickungsgefahr. Laut Hersteller wurden nur 99 solcher Produkte verkauft, diese könnten kostenlos umgetauscht werden. Inzwischen enthielten die Etiketten keinen Aufkleber mehr.
  • "Die Eiskönigin 2 Elsa" von Disney, ca. 25,90 Euro
    Die Schuhsohlen von Elsa enthalten Mengen des Flammschutzmittels TCPP, die über dem EU-Grenzwert für Kleinkinderspielzeug liegen. Der Hersteller hat das Produkt inzwischen zurückgerufen, der Kaufpreis wird bei Rückgabe erstattet.

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Stiftung Warentest.

Stofftiere von Käte Kruse und Senger Naturwelt
Bei diesen Kuscheltieren war die Umverpackung für Kinder gefährlich
© Stiftung Warentest

Nicht nur bei den weichen Freunden aus Plüsch sollten Sie auf die Sicherheit Ihres Kindes achten: Woran Sie sicheres Holzspielzeug erkennen, erfahren Sie hier.