Spielsachen für Kinder

Holzspielzeug für das Kind: Was Sie beim Kauf beachten sollten

Nicht jedes Holzspielzeug gehört in Kinderhände.
© Grischa Georgiew - Fotolia

02. Juni 2020 - 11:50 Uhr

Jedes zweite Holzspielzeug ist gefährlich

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihren Kindern zu Weihnachten solides Holzspielzeug zu schenken, dann sollten Sie jetzt genau weiterlesen. Denn immer wieder schlagen Experten und Tests Alarm: Viele Holzspielzeuge enthalten giftige Stoffe oder es können sich gefährliche Kleinteile lösen. Und Produkte aus Deutschland sind dabei häufig fast genauso schlecht wie die aus China.

Im Härtetest: Holzspielzeug für Kinder

Spielzeug im Härtetest: Kinder knabbern dran, sie pfeffern es gegeneinander - bei den Kleinen müssen die Sachen jede Menge aushalten. Mütter wissen das und kaufen lieber gleich etwas aus Holz. Doch ist das Holzspielzeug wirklich besser? Immer wieder entdecken Tests, zum Beispiel von Stiftung Warentest: Viele Holzspielzeuge enthalten Schadstoffe oder hat Sicherheitsmängel. Und oft macht es keinen Unterschied ob made in Germany oder made in China.

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Gift in der Holzeisenbahn

Das gefährliche bei dem Holzspielzeug ist dabei meist nicht das Holz selbst, sondern die Farben und Lacke, mit denen es bearbeitet wurde. Sie können Giftstoffe wie Blei oder Nickel enthalten. Diese atmen die Kinder beim Spielen ein, oder nehmen sie über Mund und Haut auf, während sie am Spielzeug lutschen oder knabbern. Die schädliche Wirkung der Stoffe tritt meist erst Jahre später auf und kann Krebs, Schäden am Erbgut oder Fortpflanzungsprobleme verursachen.

Daher sollten Eltern beim Kauf von Holzspielzeug immer genau darauf achten, welches Spielzeug nachgewiesenermaßen keine Schadstoffe enthält. Hilfreich sind hierbei Verbraucher-Testes, wie von Stiftung Warentest, oder Gütesiegel auf den Produkten.

Bauklötze aus Holz: Nicht robust genug?

Kinder spielen mit Holz-Bauklötzen
Vorsicht beim Spielzeugkauf: Auch in Holzspielzeug können Schadstoffe lauern.
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Ein weiteres Problem: Klötze, die nichts aushalten, Teile die zu leicht abgehen und so klein sind, dass sie die Kinder verschlucken können.Die Bauklötze für Ihr Kind sollten es vertragen, wenn das Kind gern an Ihnen knabbert, oder schon einmal etwas wilder gespielt wird. Ist das Holzspielzeug von schlechter Qualität können sich hierbei schnell Kleinteile oder gar Splitter lösen, die die Kinder verschlucken können.

Auch hier heißt es also: Augen auf beim Spielzeugkauf! Verbraucher-Tests können Ihnen dabei helfen, sich ein Bild von der Robustheit des Spielzeuges zu machen.

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Holzspielsachen: Das sollten Sie beim Kauf beachten

Regina Ehrnsperger von der Stiftung Warentest rät: "Man sollte sich das Spielzeug genauer anschauen. Wenn kleine Teile dran sind, ruhig fester dran ziehen, die dürfen sich dann nicht lösen. Auf gute Verarbeitung achten und wenn das Spielzeug auffällig riecht, nicht nehmen! Das kann ein Indiz für Schadstoffe sein."

Der Rat der Tester für den nächsten Spielzeugkauf: Greifen sie zu unlackiertem Holzspielzeug - da ist man zumindest vor Schadstoffen sicher. Und die kleinen können alles gefahrlos anfassen, herumschieben und sogar ablutschen.