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Kumpel von Christian B. packt im Fall Maddie McCann aus: "Ich weiß, dass er es getan hat"

Christian B. könnte Maddie McCann an Sexring verkauft haben

Kumpel und Ex-Zellengenosse: "Ich weiß, dass er es getan hat"

Ein Ex-Zellengenosse von Christian B. soll gegenüber der britischen Zeitung "The Sun" behauptet haben, sein Kumpel hätte Maddie McCann entführt.
Ein Ex-Zellengenosse von Christian B. soll gegenüber der britischen Zeitung "The Sun" behauptet haben, sein Kumpel hätte Maddie McCann entführt.
Privat

Michael T. lebte mit Christian B. zusammen

Christian B. wird verdächtigt, 2007 die dreijährige Madeleine McCann im portugiesischen Praia da Luz entführt und ermordet zu haben. Jetzt belastet ihn auch ein Freund und ehemaliger Zellengenosse schwer. Michael T. soll der Polizei gesagt haben, dass Christian B. schuldig sei. Der 47-Jährige lebte mit dem verurteilten Vergewaltiger in Portugal und Spanien zusammen und soll ihm dabei geholfen haben, Treibstoff zu klauen. Jahre später ist er sich sicher, dass Christian B. hinter dem Verschwinden des britischen Mädchens steckt.

Verkaufte Christian B. Madeleine McCann an einen Sexring?

Der Freund von Christian B. sagte der britischen Zeitung „The Sun“: „Ich weiß, dass er es getan hat. Ich lebte zu der Zeit bei ihm. Ich war mir sicher, dass er es war, als die Polizei mich letzten April abholte.“ Christian B. habe mit ihm darüber gesprochen, Kinder nach Marokko zu verkaufen. „Ich glaube, er hat Madeleine wahrscheinlich an jemanden verkauft. Vielleicht an einen Sexring. Ich habe damals nicht darüber nachgedacht, vielleicht hätte ich es tun sollen.“

Die deutsche Polizei soll Michael T. letztes Jahr verhört haben. Er könne es nicht glauben, dass die portugiesische Polizei ihre ehemalige Wohnung in Praia da Luz immer noch nicht durchsucht habe. Dort hätten sie 2007 gelebt, als Maddie McCann in dem Dorf verschwand.

Michael T. lebt heute im österreichischen Graz und sagte zu „The Sun“, dass Christian B. „definitiv pervers“ sei und „mehr als fähig, ein Kind für sexuelle Bedürfnisse oder Geld zu entführen“.

Christian B. hatte wohl ein Versteck auf dem Dach seines Hauses

Der ehemalige Zellengenosse erzählte der Zeitung außerdem, dass Christian B. „ein guter Einbrecher“ gewesen sei und er sei „leicht zu Wohnungen im ersten Stock“ aufgestiegen, „wenn Touristen unterwegs waren“. Der Deutsche würde alles stehlen – Geld, Wertsachen, Pässe, Uhren.

Michael T. gibt sogar zu, dass er „in einige seiner Pläne hineingezogen“ worden ist. Sie hätten zusammen Kraftstoff geklaut, weshalb sie 2006 für acht Monate in Portugal in U-Haft saßen. „Er hatte ein Versteck auf dem Dach seines Hauses“, erzählte der 47-Jährige, „Als wir im Knast waren, befahl er einem deutschen Freund, alle Beweise loszuwerden.“

Der Kumpel und ein anderer Mann hätten dort eine Videokamera mit Aufnahmen von Christian B. gefunden, die zeigen, wie er drei Frauen vergewaltigte, darunter eine 70-Jährige. Die beiden Männer sollen das Video zerstört haben. Michael T. soll es dann der Polizei erzählt haben.

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"Dass Christian B. Kinder mag, hätten wir nicht gedacht"

Christian B. hätte mit seinen Verbrechen immer geprahlt. „Er wollte so viel Geld wie möglich stehlen, bis er seinen Traum von einer Million Euro verwirklicht hatte.“ Seine Kumpels hätten ihm angeblich alles weggenommen.

Wenige Wochen nach Maddie McCanns Entführung soll Christian B. seinem Freund Michael T. in die spanische Gemeinde Órgiva gefolgt sein. „Ende Mai oder Anfang Juni kam er mit seinem großen amerikanischen Wohnmobil nach Spanien. Er wusste, dass ich Verbindungen zur Marihuana-Welt hatte und ihm helfen konnte, Geld zu verdienen.“

Michael T. sei selbst Vater und meinte im Interview mit „The Sun“: „Wir dachten nur, er sei pervers.“ Dass Christian B. auf Kinder stehe, hätten sie angeblich nicht gedacht.

Bekannte packt aus: Christian B. sprach über Madeleine McCann

Eine weitere Bekannte packte im RTL-Interview Details über Christian B. aus. Lenta J. erinnert sich, wie der Verdächtige mal über das vermisste Mädchen sprach – offenbar nicht zum ersten Mal. Sie lernte den Mann 2013 in Braunschweig kennen. Er betrieb einen Kiosk in ihrer Nachbarschaft. Damals machte sie sich keine Gedanken über das, was Christian B. über Maddie sagte. Im Nachhinein betrachtet kommt es Lenta allerdings eigenartig vor. Hier erzählt sie von dem Gespräch damals.

TVNOW-Doku zum Fall Maddie McCann

Hat die Polizei diesmal endlich den richtigen Tatverdächtigen? Lässt sich der Fall jetzt endlich aufklären? Mehr dazu sehen Sie in der TVNOW-Doku "Der Fall Maddie – haben sie endlich den Richtigen?" .