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Krebsgeschwür während Geburt entdeckt: Ärzte hielten Frau für Hypochonderin

Schock am eigentlich schönsten Tag des Lebens

Ärzte hielten sie für hypochondrisch: Beim Kaiserschnitt entdeckten sie ein Krebsgeschwür

Mutter und Kind kurz nach der Geburt
Lois Walker (37) erfuhr während der Geburt ihres Sohnes, dass sie Krebs hat.
Action Press, action press

Eigentlich sollte der Tag der Geburt ihres Sohnes Ray der schönste Tage ihres Lebens sein. Doch während des Kaiserschnitts fanden Lois Walkers Ärzte mehrere Krebsgeschwüre bei der 37-Jährigen. Und das, nachdem man ihre Beschwerden zuvor als Hypochondrie abgestempelt hatte.

Alles, was sie bekam, war ein Mittel gegen Hypochondrie

Lois Walkers Arzt-Odyssee begann im Juni 2020, wie sie in einem Interview mit dem britischen Boulevard-Blatt „The Sun“ erzählt. Da habe sie das erste mal festgestellt, dass sie merkwürdige Toilettengewohnheiten entwickelt habe. Außerdem habe sie eine Schwellung rund um ihr Zwerchfell festgestellt, wie die 37-Jährige erzählt.

Die Folge: ständige Anrufe und Besuche bei verschiedenen Ärzten. Doch die haben sie immer wieder mit der Vermutung nach Hause geschickt, dass sie möglicherweise ein Reizdarmsyndrom habe. Auch ihr Hausarzt habe die Sorgen der damals zweifachen Mutter nicht ernst genommen, wie sie weiter erzählt. Stattdessen habe man ihr immer wieder Medikamente gegen Hypochondrie angeboten.

"Ich konnte die Schmerzen nicht ertragen"

Als Lois Walker im Dezember 2020 dann herausfand, dass sie zum dritten Mal schwanger war, wurden die gesundheitlichen Beschwerden nicht besser. Ganz im Gegenteil: Nach einem Ultraschall 14 Wochen später plagten die 37-Jährige schlimme Schmerzen: „Ich konnte die Schmerzen nicht ertragen, und je länger die Schwangerschaft dauerte, desto unerträglicher wurden sie. Es ging so weit, dass ich nicht mehr gehen oder essen konnte.“

Zu Lois Ärger seien die Ärzte auch dann nicht stutzig geworden, als sie feststellten, dass die junge Mutter im neunten Schwangerschaftsmonat noch genau so viel Gewicht auf die Waage brachte wie ein Jahr zuvor: „Der Arzt sagte, ich würde genauso viel wiegen wie vor zwölf Monaten, und zu diesem Zeitpunkt war ich im neunten Monat schwanger!“

Lediglich die Schmerzen sollten nach langem Bitten und Betteln der jungen Frau mit Hilfe von Morphium gestillt werden, wie sich Lois Walker gegenüber „The Sun“ erinnert. Obwohl man dem Grund für ihr Leiden auch da noch nicht nachgehen wollte, wie sie weiter erzählt, sei die junge Mutter hartnäckig geblieben. Man habe sie letztlich untersucht, um den Grund für die Schmerzen zu finden – und man wurde fündig.

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"In diesem Moment wusste ich, dass sie etwas gefunden hatten"

Nachdem die Ärzte bei der Untersuchung eine Masse hinter der Gebärmutter der schwangeren Lois entdeckten, sei die Geburt ihres dritten Kindes direkt für den nächsten Tag angesetzt worden.

„In dem Moment, als sie ein paar Ärzte dazu holten, wusste ich, dass sie etwas gefunden hatten“, sagt die dreifache Mutter im Interview. Und das hatten sie tatsächlich: Neben den Eierstöcken seien außerdem Darm, Magen, Leber und die Lymphknoten der frischgebackenen Mutter von Krebs befallen.

Louis Walker erzählt, dass selbst zwei Operationen und sechs Runden Chemotherapie laut Aussagen der Ärzte nicht genug seien, um die Krankheit zu stoppen. Jetzt ginge es einfach nur darum, ein Leben zu führen so angenehm wie möglich – egal, wie lange dieses Leben noch dauern würde. (vho)