Wie durch ein Wunder

Trotz Krebs im Endstadium: Frau (36) bekommt gesundes Baby

Joanna Jonathan hat nicht damit gerechnet, während ihrer Krebserkrankung schwanger zu werden.
Joanna Jonathan hat nicht damit gerechnet, während ihrer Krebserkrankung schwanger zu werden.
© Jam Press

17. September 2021 - 11:15 Uhr

Ungewöhnliches Baby-Glück für krebskranke Mutter

Die Britin Joanna Jonathan wird schwanger, obwohl sie eigentlich verhütet – und trotz einer schweren Krebserkrankung. Wie durch ein Wunder übersteht das Baby die Schwangerschaft unbeschadet und das obwohl die Mutter Medikamente einnehmen muss, um den Lungenkrebs in Schach zu halten.

Sehr selten: Schwangerschaft trotz Krebserkrankung

Zunächst litt Joanna immer wieder unter Infektionen im Brustbereich, Appetitlosigkeit, Husten und Heiserkeit. Doch erst nähere Untersuchungen zeigten, dass es sich nicht um eine Lungenentzündung handelte, sondern um ALK-positiven Lungenkrebs. Dabei handelt es sich um eine Mutation der DNA in Zellen der Lunge, die besonders häufig junge Frauen betrifft.

In Joannas Fall waren 2019 auch schon die Lymphknoten und der Brustraum betroffen. Die Ärzte sagten ihr, sie habe Krebs im Endstadium. Mit einer Chemotherapie versuchten sie, der jungen Mutter zu helfen.

Trotz dieser Behandlung wurde Joanna wenige Monate nach der Diagnose schwanger. "Das war nicht geplant. Ich habe verhütet zu der Zeit, sie ist also ein kleines Wunder-Baby", erzählt Joanna.

Baby kommt gesund zur Welt

Der Krebs kann zwar nicht geheilt werden, doch Joanna hat Glück. Auf ihre Schwangerschaft hat die relativ seltene Lungenkrebserkrankung keine Auswirkungen. "Ich bin sehr glücklich, dass ich anderen Menschen mit der gleichen Diagnose durch meine Geschichte Mut machen kann", erzählt sie gegenüber "Jam Press".

Trotz der Medikamente kommt die kleine Dylann gesund zur Welt. Das freut Joanna besonders für ihre kleine Tochter Freya, die nun mit einem Geschwisterkind aufwachsen kann. "Was auch immer in der Zukunft passiert, sie können das jetzt gemeinsam durchstehen", sagt sie. "Denn dass ich irgendwann nicht mehr für sie da sein könnte, macht mir schwer zu schaffen."

Wie lange Joanna noch mit dem Krebs leben wird, weiß sie nicht. Sie hofft aber, dass es lang genug sein wird, damit sich ihre kleinen Töchter noch an sie erinnern können. (lra)