"Krebs" gefangen, statt Silber gewonnen

Olympia-Drama für deutsche Ruderinnen

Das Drama in einem Bild: Hier fängt sich das deutsche Team den "Krebs".
Das Drama in einem Bild: Hier fängt sich das deutsche Team den "Krebs".
© dpa, Jan Woitas, nic

28. Juli 2021 - 9:44 Uhr

Die Medaille war doch schon fast sicher...

Ein Ruderfehler im letzten Streckenabschnitt hat den Doppelvierer der Frauen die erhoffte und zu diesem Zeitpunkt so gut wie sichere Olympia-Medaille gekostet. Klar auf Rang zwei liegend fing sich die Crew um die drei Neulinge Frieda Hämmerling, Franziska Kampmann und Carlotta Nwajide sowie Daniela Schultzeam einen sogenannten Krebs.

Das beste Rennen der Saison, aber dann...

"Wir hatten bis zu dem Punkt das beste Rennen unserer Saison und hatten uns auch schon auf Silberkurs gesehen. Dann sind wir hängengeblieben", sagte Nwajide im ZDF und resümierte: "Das ist einfach eine bittere Niederlage." Olympiasieger wurde das Boot aus China vor Polen und Australien. Deutschland fiel von Rang zwei noch auf Rang fünf zurück.

Für den Doppelvierer war binnen weniger Sekunden dagegen alles vorbei. "Wir hätten unser Ding einfach sauber zu Ende fahren müssen, das haben wir nicht gemacht. Dann haben die anderen es einfach besser gelöst bei den Bedingungen, das gehört beim Rudern auch dazu", sagte Kampmann nach dem Wettkampf mit starkem Wind in Fahrtrichtung.

Lange kauerten die Ruderinnen auf dem Steg und versuchten zu verstehen, was passiert war. "In diesem Rennen habe ich den Abstand so eingeschätzt, dass es reicht. Aber eben ohne solche Zwischenfälle", sagte Kampmann zu dem Patzer. Bei einem Krebs verkantet ein Ruderblatt im Wasser und wird weggeschlagen, der Rhythmus geht so komplett verloren. (tno/dpa)

Auch interessant