Nägel schneiden unter Vollnarkose

Kölner hat extrem geschwollene Hand

Kölner hat extrem geschwollene Hand Nägel schneiden unter Vollnarkose
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Nägel schneiden unter Vollnarkose
Kölner hat extrem geschwollene Hand

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Jede kleinste Berührung würde schmerzen.

Hände waschen, ein Brötchen schmieren oder ein Stück Fleisch schneiden. Für Dieter K. seit vier Jahren wohl nicht möglich. Seine dick geschwollene linke Hand kann der 60-jährige Kölner nicht mehr benutzen. Beim Schuhe binden hilft dem Kölner seine Frau.

Der 60-Jährige ist seit knapp vier Jahren arbeitsunfähig. Hat vorher über 10 Jahre lang in Köln als Straßenbahn-Fahrer gearbeitet. Bis zum 24. November 2017. Dem Tag, der alles verändern sollte.

Eine Frau fährt auf die Gleise. Beim Betätigen der Notbremse überdehnt der Straßenbahn-Fahrer seinen Daumen. Zwei Monate trägt er einen Gips, macht drei Monate Reha. Dann entwickelte sich das sogenannte CRPS. Auch bekannt als komplexes regionales Schmerzsyndrom.

Mehrere Wochen nach der Verletzung spürt er plötzlich Schmerzen in der Hand, die eigentlich nicht zu erklären sind. Die Entzündung heilt nicht. Regelmäßig hat der Kölner Arzttermine. Die Schmerzen seien sein ständiger Begleiter.

Die Versicherung hat auch gezahlt: 50.000 Euro. Der Unfall sei unbestritten. Zu wenig, findet aber Anwältin Bettina von Braunschweig. Für die Versicherung ist es aber nicht eindeutig, dass der Unfall zu der chronischen Verletzung geführt hat.

Selbst wenn Dieter K. mehr Geld bekommt - für ihn nur ein kleiner Trost. Denn die Schmerzen würden ihn so oder so wahrscheinlich den Rest seines Lebens begleiten.