Nach lauter Explosion

Kirchhain: Großbrand in Tapetenfabrik mit drei Verletzten

Rund 250 Feuerwehrleute waren beim Brand in der Tapetenfabrik mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Rund 250 Feuerwehrleute waren beim Brand in der Tapetenfabrik mit den Löscharbeiten beschäftigt.
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03. Dezember 2021 - 8:48 Uhr

Der Knall war kilometerweit zu hören

Ein lauter Knall erschreckte im mittelhessischen Kirchhain gestern Abend die Anwohner. In einer Tapetenfabrik war es zu einer Explosion gekommen. Der Knall war kilometerweit zu hören. Drei Männer wurden verletzt. Die Kriminalpolizei Marburg ermittelt.

Schwierige Löscharbeiten wegen auslaufender Betriebsstoffe

Feuerwehrleute und Feuerwehrauto
Bislang ist die Brandursache noch unklar.
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Auf dem Areal einer Tapetenfabrik im hessischen Kirchhain im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Drei Männer im Alter von 29, 31 und 35 Jahren seien wegen Schmerzen und des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr bestehe augenscheinlich nicht.

Aus derzeit noch unbekannten Gründen kam es nach einem lauten Knall offenbar in der Schlosserei der Fabrik zu einem Brand. Nach Angaben von Mitarbeitern sei es wohl allen Anwesenden gelungen, das brennende Gebäude rechtzeitig zu verlassen.

Rund 250 Feuerwehrleute waren bei den Löscharbeiten im Einsatz und konnten den Brand gegen Mitternacht so unter Kontrolle bringen, dass die Flammen nicht auf weitere Gebäudeteile übergreifen konnten. Ausgelaufene, entzündlicher Betriebsstoffe machte der Feuerwehr allerdings zu schaffen.

Keine Schadstoffe in der Luft gefunden

Wegen der starken Rauchentwicklung bat die Polizei Anwohner, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten - und nicht zum Brandort zu kommen, um die Lösch- und Rettungsarbeiten und auch sich selbst nicht zu gefährden. Am frühen Freitagmorgen dann die Entwarnung: Von der Feuerwehr durchgeführte Messungen hätten keine Schadstoffe in der Luft festgestellt, sodass keine Gefahr mehr durch die Rauchentwicklung bestehe. Aufgrund des Brandgeruchs rieten die Einsatzkräfte dennoch dazu, Fenster weiterhin geschlossen zu halten. Die Kriminalpolizei Marburg ermittelt nun wie es zu der Explosion und dem Brand kommen konnte. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar. (dpa/mlu)