Schlechte Noten bei Stiftung Warentest

Wackel- und Schadstoffalarm: Mit diesen Kinderrollern geht's abwärts

Junge rollt auf Tretroller
Mit dem richtigen Modell steht dem sicheren Rollersspaß nichts im Weg.
iStock

Raus an die frische Luft und ein paar schöne Runden drehen: Rollerfahren macht zu jeder Jahreszeit Spaß. Je wendiger die Kids damit um die Kurve kommen, desto mehr. Ob dabei auch in Sachen Sicherheit alles mit rechten Dingen zugeht, hat jetzt Stiftung Warentest geprüft und zusammen mit 27 Kindern 16 Tretroller dem Praxistest unterzogen. Viele schlugen sich gut – ein günstiges Modell für kleinere Fahrerinnen und Fahrer war aber deutlich zu wacklig, zwei fallen wegen bedenklicher Schadstoffe mit „mangelhaft“ durch.

Das mussten die Tretroller im Test aushalten

Im Test: Sieben Roller für Kinder im Kita-Alter und 20 größere für Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Für die größeren ging es auf die Teststrecke mit Bordstein, abschüssigem Gelände, Rasen, Sandwegen und Pylonen zum Slalomfahren, die kleineren bekamen einen einfacheren Parcous auf befestigten Wegen.

Fachleute beobachteten Kinder und Roller und vermerkten, wie es mit dem Aufsteigen, Absteigen und Aufheben läuft. Das Fahrverhalten und der Komfort der Lenkung wurde untersucht, beim Trittbrett wurden Rutschfestigkeit und der Abstand zum Boden beurteilt. Natürlich war auch die Funktion der Bremsen wichtig.

Bei der Handhabung ging es um die Montage, Reinigung und Reparatur sowie bei den großen Tretrollern ums Zusammen- und Aufklappen. Um die Sicherheit und Haltbarkeit zu prüfen, wurden die Roller unter anderem mit 200-Kilogramm-Gewichten belastet, mehrfach auf den Lenker geworfen und gegen eine Wand gefahren.

Die Testsieger für viel Fahrspaß

Testsieger ist der Six Degrees Aluminium Scooter 205 mm* (ca 90 Euro, Note 2,0). Mit seinen großen Rädern eignet er sich auch für unebenes Gelände. Das Gleiche gilt für den Puky Speedus One* (130 Euro, Note 2,3) – er ist allerdings relativ schwer und sperrig, die Kinder hatten außerdem Probleme beim Zusammen- und Auseinanderklappen. Bei den Rollern für Kita-Kinder hat der Puky R1* (80 Euro, Note 2,2) die Nase vorn: Er ist wendig, fahrstabil und überwindet mit dem großen Vorderrad auch kleine Huckel.

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Die Verlierer im Roller-Test

Anders sieht es beim Decathlon Oxelo Scooter B1 500 für kleinere Kinder aus: Er kostet zwar nur 50 Euro, lässt sich aber schlecht lenken und ist so kippelig, dass einige kleine Testerinnen und Tester beim Losfahren umgefallen sind. Gesamturteil: „ausreichend“ (Note 3,8).

Noch schlechter schnitten der Globber Flow Foldable 125 (63 Euro) und der My Hood 145 (48,50 Euro) ab, beide für größere Kinder und mit dem Gesamturteil „mangelhaft“: Bei ersterem fand das Labor in den Griffen mittelkettige Chlorparaffine sowie eine höhere Menge an kurzkettigen Chlorparaffinen, als der EU-Grenzwert erlaubt. Diese können beim Menschen vermutlich Krebs auslösen. Der Hersteller will die Ergebnisse prüfen und die Griffe gegebenenfalls austauschen.

Der Trittbrettbelag beim Globber enthielt eine höhere Menge der kritischen Substanz Benzo(ghi)perylen, als das GS-Zeichen für Kinderprodukte erlaubt. Der polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff gilt als krebserregend und fortpflanzungsgefährdend. Der Hersteller bietet an, den Belag austauschen zu lassen.

Alle Testergebnisse im Vergleich gibt’s auf test.de.

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