Kind nach Routine-OP gestorben - Ärzte vor Gericht

28. April 2014 - 17:22 Uhr

Ein zwei Jahre alten Mädchen starb nach einer Routine-OP - zum Auftakt des Prozesses hat der angeklagte Anästhesist den Eltern sein Bedauern ausgesprochen. Der Tod der kleinen Lina sei an ihm nicht spurlos vorübergegangen, sagte er am Landgericht Gera. Die Anklage wirft ihm und dem mitangeklagten Hals-Nasen-Ohren-Arzt fahrlässige Tötung vor:

Dem Kind sei nach der Operation im September 2010 eine Überdosis Schmerzmittel verabreicht worden. Zudem seien wegen einer fehlerhaften Diagnose Stunden verstrichen, bis das Kind in die Intensivmedizin gebracht worden sei. Der zweite Arzt wollte zunächst keine Aussage machen.