Killer-Droge Fentanyl: Eine Mutter warnt mit dem Foto ihres sterbenden Sohnes andere Eltern

Die Kanadierin Sherri Kent hat auf Facebook mit diesem herzzerreißenden Bild das Schicksal ihres toten Sohnes öffentlich gemacht. Der Schmerz steht ihr ins Gesicht geschrieben.
© Sherri Kent

12. März 2018 - 17:17 Uhr

Das Rauschmittel Fentanyl tötet

Ein junges Leben, viel zu früh ausgelöscht durch die Droge Fentanyl. Sherri Kent, eine Mutter aus Calgary in Kanada, hat mit einem herzzerreißenden Facebook-Post vor dem gefährlichen Rauschmittel Fentanyl gewarnt - mit einem Bild ihres sterbenden Sohnes Michael. Er wurde Opfer einer Überdosis.

"Ein Fehler, der ihn das Leben gekostet hat"

Eigentlich ist das Opiod Fentanyl ein Wunder der modernen Medizin. Es wird normalerweise als Schmerz- und Narkosemittel verwendet. Etwa 300 Mal so stark wie Morphium, benutzen Ärzte Fentanyl, um Patienten vor einer Operation in Vollnarkose zu versetzen und chronische oder auch akute Schmerzen zu betäuben. Eine Überdosis davon kann allerdings lebensgefährlich werden. Besonders gefürchtet ist die mögliche Atemlähmung. Michael Kent wurde aufgrund einer Überdosis des Mittels nur 22 Jahre alt.

Sherri Kent warnt alle vor dem illegalen Drogenmissbrauch, der sich in Kanada zu einer echten Epidemie entwickelt hat. Der Hintergrund dafür ist eine weit verbreitete Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. "Es ist außer Kontrolle, und es gibt keinen Weg, unsere Kinder zu schützen", sagt sie gegenüber dem TV-Sender 'CBC'.

In ihrem Facebook-Post schrieb sie etwas, das ihr offenbar sehr wichtig war: "Michael war kein Drogensüchtiger. Er hat nur einen Fehler gemacht, der ihn das Leben kostete." Sie forderte alle Leser des Posts dazu auf, ihr Bild zu teilen - damit weitere Tragödien dieser Art verhindert werden.

Ihr Bild, das auf Facebook bereits über 100.000 Mal geteilt wurde, zeigt die große Anteilnahme an ihrem Verlust und zeigt auch, wie schnell Drogen das Leben zerstören können. Auch der Sänger Prince starb 2016 an einer Überdosis Fentanyl.