23. Mai 2019 - 20:15 Uhr

Blutvergiftung wegen Katzenkratzer

Als Heidi Plamping morgens nach dem Aufstehen in den Spiegel schaut, traut sie ihren Augen kaum: Ihr Gesicht ist stark angeschwollen, die Augen knallrot. Beim Arzt kommt heraus: Ihre Katze hatte sie drei Tage zuvor gekratzt und dabei Bakterien übertragen, die eine Blutvergiftung auslösten.

Wie schlimm Heidi's Gesicht nach ein paar Tagen aussieht und wie es ihr jetzt geht, das sehen Sie im Video.

Es fing mit einem blauen Auge an

Der DailyMail sagt Heidi, dass sie mit ihrer Katze Storm zu einer Freundin gefahren ist. Die Freundin hat zwei Hunde, die sich sehr gefreut haben, Storm zu begrüßen. Laut Heidi hatte Storm jedoch so Angst, dass sie auf Heidis Kopf geflüchtet ist. Dabei hat Storm Spuren hinterlassen - sieben Kratzer im Gesicht und drei am Arm von Heidi.

Als Heidi am nächsten Tag mit einem blauen Auge aufwacht, denkt sie nicht mehr an den Vorfall... bis ihr Gesicht Tage später so rot und angeschwollen ist, dass sie sogar im Krankenhaus an den Tropf muss.

Die ganze Story sehen Sie im Video. 

Was passiert bei einem Kratzer?

Bei einem Kratzer platzt die oberste Hautschicht auf und das rohe Fleisch schimmert durch. Dann tut es meist richtig weh und dann ist auch Vorsicht geboten. Denn durch die Krallen der Tiere dringen Schmutz und damit Bakterien in die offene Verletzung. Das kann von einer Entzündung bis zur Blutvergiftung oder zum Wundstarrkrampf führen.

Die 24-jährige Gemma hat in einem Portugal Urlaub noch schlimmer erwischt als Heidi. Sie saß sogar ein Jahr lang im Rollstuhl, nur weil sie eine Katze streichelte. 

Erste Hilfe, wenn Sie von einem Tier gekratzt werden

  • Ein paar Minuten lang warmes Leitungswasser über die Wunde drüber laufen lassen. Das sollten Sie auch machen, wenn keine tiefen Kratzer zu sehen sind.
  • Entfernen Sie Schmutz oder Fremdkörper aus der Wunde.
  • Falls es nicht blutet, dann drücken Sie die Wunde leicht zusammen, sodass etwas Blut und somit auch der restliche Schmutz rauskommt.
  • Trocknen Sie die Wunde.
  • Wenn die Wunde stark blutet, dann machen sie einen sterilen Verband um die Wunde
  • Dexpanthenolhaltige Salben unterstützen den Heilungsprozess. ​

​Vorallem gilt aber: Wenn es fremde Tiere sind, die Sie gekratzt haben, dann suchen sie auf jeden Fall einen Arzt auf. Denn unbekannte Tiere können mit Tollwut, Tetanus oder anderen Bakterien infiziert sein. Das sind jedoch nicht die einizgen Krankheiten, die die Tiere übertragen können. Wurde der Kratzer von der eigenen, gesunden Katze zugefügt und er ist nicht tief, dann lässt sich die Wunde normalerweise selbst behandeln.