Drei Männer rasten 2019 über die Hamburger Köhlbrandbrücke

Junger Mann stirbt bei illegalem Autorennen: Bruder (25) steht nun vor Gericht und schweigt

Im März 2019 stirbt ein Mann bei einem illegalen Autorennen.
Auf der Köhlbrandbrücke in Hamburg starb im März 2019 ein junger Mann im Wrack des verunfallten Autos.
pat, dpa, -

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 164 Stundenkilometern rasen die drei jungen Männer im März 2019 über die Köhlbrandbrücke in Hamburg – zulässig sind hier nur 60 km/h. Doch dann gerät eines der Autos ins Schleudern und kollidiert mit einem Sattelzug. Der Beifahrer stirbt noch vor Ort. Nun müssen sich die beiden anderen Männer, 25 und 29 Jahre alt, wegen des illegalen Autorennens mit Todesfolge vor Gericht verantworten.

Bei dem Autorennen stirbt der Beifahrer und Bruder des Angeklagten

Es ist der 25. März 2019: Laut Anklage beginnen die jungen Männer ihr illegales Autorennen auf der Finkenwerder Straße, die unter der A7 durch zur Köhlbrandbrücke führt. Mit hoher Geschwindigkeit habe der 29-jährige Fahrer in seinem BMW dann den Audi des 25-Jährigen auf der Brücke überholt – mit tödlichen Folgen. Das Auto des 25-Jährigen und seines Bruders sei ins Schleudern geraten und dann mit einem Sattelzug mit überhöhter Geschwindigkeit kollidiert. Der Beifahrer und ältere Bruder stirbt noch an der Unfallstelle, denn er erleidet bei dem Aufprall schwerste Kopfverletzungen.

Prozessbeginn in Hamburg: Angeklagte schweigen

Die zwei Angeklagten sitzen neben ihren Anwälten.
Seit Montag läuft der Prozess gegen die beiden Angeklagten am Amtsgericht Harburg.
chc cul, dpa, Christian Charisius

Seit Montagmorgen, 9 Uhr, läuft der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Raser am Amtsgericht Harburg. Den beiden Männern wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Da illegale Autorennen auch als Straftat gelten, müssen sich die beiden auch wegen des Straßenrennens vor Gericht verantworten. Doch bisher schweigen die beiden Angeklagten zu dem tödlichen Rennen: Ihre Mandanten würden zunächst keine Angaben zu den Vorwürfen machen, erklärten die Verteidiger der 25 und 29 Jahre alten Männer. (dpa/anr)