"Jobmonitor" der Bertelsmann StiftungDiese "Soft Skills" sind gerade in der Arbeitswelt gefragt
Eine Auswertung von 48 Millionen Online-Stellenanzeigen für den "Jobmonitor" der Bertelsmann Stiftung zeigt: In den Krisenjahren sind soziale Kompetenzen in der Arbeitswelt deutlich gefragter. Beschäftigte sollen nun auch Besonnenheit und Einfühlungsvermögen mitbringen. Im Video erklärt Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung die Ergebnisse der Studie.
48 Millionen Online-Stellenangebote für Studie untersucht
Krisen wie die Pandemie oder der Fachkräftemangel haben die Arbeitswelt unter Druck gesetzt und Anforderungen von Unternehmen an künftige Mitarbeiter einer Studie zufolge deutlich verändert. Sogenannte Soft Skills, also berufsübergreifende Fähigkeiten wie soziale und kommunikative Kompetenzen, haben an Bedeutung gewonnen, wie aus dem veröffentlichten „Jobmonitor“ der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Dafür waren zwischen 2018 und 2021 rund 48 Millionen Online-Stellenangebote untersucht worden.
Ein zentrales Ergebnis: 2021 verlangten Arbeitgeber deutlich häufiger (plus gut 70 Prozent) Besonnenheit - in der Untersuchung auch als „Frustrationstoleranz“ bezeichnet - als noch 2018. Einfühlungsvermögen sei wichtiger (plus 39 Prozent) geworden. Und auch die Fähigkeit zu motivieren sowie eine positive Grundeinstellung wurden 2021 erheblich häufiger nachgefragt als im Vor-Pandemiejahr 2018.
Zudem macht sich die pandemiebedingte Homeoffice-Zunahme den Studienautoren zufolge bemerkbar: Die Bedeutung eines sicheren Umgangs mit Daten sei gewachsen - eine Fähigkeit, die im vergangenen Jahr zu 62 Prozent häufiger in Online-Jobofferten verlangt wurde als 2018. Dazu passe, dass in Zeiten von Video-Konferenzen statt Präsenztagungen oder Geschäftsreisen Qualifikationen wie Präsentationsfähigkeit oder Verhandlungsgeschick spürbar weniger gefragt seien.
Diese 3 Soft Skills sollte man in den Job mitbringen
Der „Jobmonitor“ zeigt aber auch, dass „klassische Kerntugenden“ weiterhin an der Spitze der gefragten „Soft Skills“ stehen, wie es in Gütersloh hieß:
Einsatzbereitschaft werde in knapp der Hälfte aller Angebote verlangt (50 Prozent),
Teamfähigkeit in fast einem Drittel aller Online-Stellenanzeigen (36 Prozent).
Auch Selbstständigkeit steht danach bleibend hoch im Kurs (27 Prozent).
Bei diesen „Klassikern“ habe man die online offerierten Jobangebote noch zusätzlich bis August 2022 analysiert, sagte ein Sprecher der Stiftung.
Weiteres Ergebnis: Deutschkenntnisse werden immer stärker zur gefragten Schlüsselkompetenz in vielen Branchen. Laut Studienautoren verdeutlicht das, wie stark der Fachkräftemangel und zugleich die Bereitschaft, ausländische Fachleute einzustellen, gewachsen sind. Deutschkenntnisse würden mittlerweile für jede vierte Stelle ausdrücklich eingefordert, 2018 war das nur bei jeder fünften angebotenen Stelle so.
Die Daten des öffentlich zugänglichen „Jobmonitors“ könnten für Arbeitsuchende, Unternehmer und Arbeitsvermittlungen wichtige Daten liefern, betonte Matthias Ziegler von der Humboldt Universität Berlin als einer der Studienautoren. (dpa/aze)
Mehr News-Videos aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Mobilität
01:19Warum ist Matcha so teuer?
02:02Stalker-Romantik: Wie problematisch sind die Bücher auf Booktok?
02:46Das steckt hinter In-Game-Käufen bei Gratis-Spielen
02:28Das müsst ihr über "Buy now, pay later" wissen
02:08So wird man zum reichsten Menschen Deutschlands!
01:20Hype um Pokemon! Diese Karten sind ein Vermögen wert
01:33Diese drei Versicherungen braucht wirklich jeder!
02:13So unterstützt der Staat Studierende und Azubis
02:40So gelingt der Verkauf mit Flohmarkt-Apps
01:37Was sind Vermögenswirksame Leistungen?
02:41Warum ist der Rasierer für Frauen teurer als für Männer?
01:39Darum wird der Stanley Cup auf Social Media gehypt
02:47So behaltet ihr den Überblick über eure Finanzen
01:52Wie KI diesem Frisör bei der Arbeit hilft!
01:36Wie Schwäbisch Gmünd für 1.000 Menschen ein Zuhause findet
01:50Was ist eigentlich ein ETF?
03:01Polizeigewerkschaft fordert Tempo 30 innerorts
02:42Wie das Ehe-Aus nicht zur Existenzbedrohung wird
02:22Unternehmer schlagen Alarm
01:13Wie teuer wird unser Kaffee?
02:25So teilt ihr euch die Arbeit im Haushalt fair auf
04:03Männer überschätzen ihren Anteil an der Hausarbeit
01:30Galeria hat große Pläne für Innenstädte
03:56Das kommt jetzt auf Mieter zu
03:49Darauf solltet ihr beim Einkauf mit Rabatt-Apps achten
02:13DIESE Modelle sind betroffen
01:08Wer dieses Jahr vom Führerschein-Umtausch betroffen ist
02:45Superreiche werden immer mächtiger
01:14Tech-Milliardäre liefern sich Wettlauf ums All
03:21Das kann das neue Vergleichsportal der Bafin
03:40Jeder Dritte schläft im Homeoffice!
02:44Ab jetzt gibt's ICE-Tickets für unter 11 Euro!
03:02Die Bonusprogramme der Supermärkte im Test
03:06Wir machen den Secondhand-Baumarkt-Check!
01:38"Für die Rente machen die eigentlich nichts"
04:45Deutsche verdienen so viel wie noch nie
01:43Hier verlieren Pendler jährlich 60 Stunden Zeit
02:25Bürgergeld-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten
01:45Die Highlights der Technikmesse CES 2025
01:56Lebensmittelpreise werden auch 2025 steigen
01:33"Kein Lohn für den ersten Krankheitstag"
02:59So bringt ihr eure Finanzen zum Jahresbeginn auf Vordermann
02:41Lohnt sich der Wechsel? Unser Experte klärt auf!
01:36Das ist dran an Linnemanns Kritik
01:57Das sagen die Wahlprogramme zur Wirtschaft in Deutschland
01:43Morgens krank, nachmittags arbeiten – ist das sinnvoll?
01:17Ist das Weihnachtsgeschäft noch zu retten?
00:31Droht in Großbritannien die Guinness-Krise?
01:45Darum können sich betroffene Unternehmen nicht wehren
01:26So lebt es sich im ersten Haus aus dem 3D-Drucker
"Retouren-Wahnsinn - Die dunkle Seite des Onlinehandels“ auf RTL+
Zu groß, zu klein, gefällt nicht - jede sechste Online-Bestellung wird zurückgeschickt, bei Kleidung sogar jede zweite. Für den Kunden einfach, für den Handel eine logistische Herausforderung. Denn die Pakete müssen nicht nur abgeholt werden, die Ware muss auch noch geprüft werden. RTL+ zeigt in der Doku "Retouren-Wahnsinn - Die dunkle Seite des Onlinehandels" alles – von der Rücksendung bis zur Verwertung der Ware.


