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Jens Lehmann nennt Sky-Experte Dennis Aogo einen "Quotenschwarzen"

Dennis Aogo veröffentlicht Whatsapp-Nachricht

Jens Lehmann empört mit "Quotenschwarzer"-Äußerung

Wie bitte, Herr Lehmann?

Was für eine Entgleisung von Deutschlands ehemaliger Nummer eins Jens Lehmann: Per WhatApp nennt der Ex-Keeper den ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo einen „Quotenschwarzen“. Es ist nicht die erste Äußerung, mit der der 51-Jährige für reichlich Empörung sorgt. Offenbar hat Lehmann nichts gelernt. Auch nicht aus dem Fall um Fritz Keller. Der DFB-Boss steht gerade heftigst in der Kritik, weil er seinen Stellvertreter Rainer Koch mit Hitlers Blutrichter Roland Freisler verglichen hatte. Eine gleichermaßen unbedachte, wie dämliche Äußerung, Wie eben nun auch im Fall Lehmann.

"WOW, dein Ernst?"

Aogo, mittlerweile Experte bei „Sky“, macht die Nachricht von Lehmann in einer Instagram-Story öffentlich. In dem Sreenshot ist Folgendes zu lesen: „Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“ Hinter der Nachricht steht ein lachender Smiley. An wen diese Nachricht eigentlich gehen sollte? Unklar. Vermutlich an jemanden aus dem „Sky“-Team.

Auch Aogo vermutet, dass er nicht der Empfänger sein sollte. Zu dem Screenshot schreibt er: „WOW, dein Ernst? @jenslehmannoffical. Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht.“ Die Entgleisung macht sofort groß die Runde – und Lehmann bemüht sich, die Empörung wieder einzufangen.

Bei Twitter schreibt er als Entschuldigung: „In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe. Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote.“ Nunja. Die Reaktionen im Netz dazu fallen eindeutig aus.

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Dennis Aogo zeigt einen Screenshot der Nachricht von Jens Lehmann an ihn.
Dennis Aogo zeigt einen Screenshot der Nachricht von Jens Lehmann an ihn.
Instagram

Kruder Tweet zu Corona-Maßnahmen

Gegenüber der Bild-Zeitung versicherte der 51-Jährige zudem, die Nachricht sei "überhaupt nicht so gemeint" gewesen, "sondern positiv". Es sei von ihm "unglücklich ausgedrückt" gewesen: "Da die WhatsApp von meinem Handy rausging, übernehme ich die Verantwortung dafür. Es war eine private Nachricht."

Der Vorfall hat bereits unmittelbare Folgen für Lehmann. Hertha-Investor Lars Windhorst hat den Beratervertrag mit dem Ex-Nationalspieler sofort beendet. „Jens Lehmann ist nicht mehr Berater“, sagte Windhorst-Sprecher Andreas Fritzenkötter der Deutschen Presseagentur. Damit endet auch Lehmanns Mandat im Hertha-Aufsichtsrat. Die Tennor-Gruppe hatte Lehmann vor einem Jahr als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA gebracht.

Es ist längst nicht die erste Äußerung, mit der sich Lehmann in ein ganz schlechtes Licht rückt. Schon während der Corona-Pandemie hatte er mehrfach für Aufsehen gesorgt. So zweifelte er im Dezember unter anderem die Maßnahmen gegen das weltweit verbreitete Virus an. "2017 mussten wir in Deutschland 23.000 Grippe-Tote betrauern. Da hat es keiner wahrgenommen. Jetzt müssen wir genau die gleiche Sterberate innerhalb der Bevölkerung von 0,028% betrauern. Bleibt gesund und frohe Weihnachten", schrieb er bei Twitter. Lehmann war übrigens Mitte März 2020 selbst an Covid-19 erkrankt.

TNO