Seltenes Interview

Jay-Z über Erziehung: Seine Kinder dürfen auch „normale“ Jobs machen

Jay-Z blickt mit Stolz auf seine vierköpfige Familie.
Jay-Z blickt mit Stolz auf seine vierköpfige Familie.
© dpa, Justin Lane

27. April 2021 - 13:57 Uhr

Jay-Z gibt Einblick in sein Familienleben

Von außen wirken Jay-Z (51) und Beyoncé (39) wie wahre Vorzeigeeltern. Erfolgreich, aber doch geerdet, bieten die Carters ihren drei Kindern die optimalen Rahmenbedingungen, um unbeschwert aufzuwachsen. Doch wie sieht es eigentlich hinter den Toren ihres millionenschweren Zuhauses aus? Wie läuft die Erziehung im Hause Knowles-Carter? Darüber hat der 51-jährige Familienvater nun in einem seltenen Interview gesprochen. Ein Interview, in dem nicht nur deutlich wird, dass der Papa von Blue Ivy (9), Rumi (3) und Sir (3) dankbar für den Corona-Lockdown ist, sondern auch, dass er offen für die Zukunftsentscheidungen seiner Kiddies ist.

Jay-Z und Beyoncé sind bereits seit 2008 verheiratet.
Jay-Z und Beyoncé sind bereits seit 2008 verheiratet.
© picture alliance / dpa, Frédéric Dugit

Jay-Z: „Familie ist das Fundament“

Nach fast drei Jahrzehnten in der Öffentlichkeit ist Jay-Z eine der mächtigsten Figuren der Popkultur. Anlässlich des Starts einer neuen Kampagne mit Puma gewährt der Musikmogul der "New York Times" eine seltene Audienz. Auf die Frage, was seine Sprösslinge beruflich wohl irgendwann mal machen wollen, antwortet der "99 Problem"-Hitmacher, er habe "keine Ahnung", was seine Kinder in der Zukunft machen wollen, aber das Paar sei entschlossen, ihnen Liebe und Unterstützung zu geben, egal was passiert. Der Rapper verrät der "Times", dass Familie das Fundament von allem sei und dass es für Kinder am wichtigsten sei, sich geliebt zu fühlen. Dieses Gefühl wolle er seinen drei Sprösslingen vermitteln – ganz unabhängig davon, ob eine/r von ihnen in seine Fußstapfen im Musikbusiness treten wird. "Was ist, wenn mein Kind keine Lust auf Musik oder Sport hat? Ich habe keine Ahnung, richtig? Aber solange sich ein Kind unterstützt und geliebt fühlt, halte ich alles für möglich", fasst der Rapper seine Einstellung zu dem Thema zusammen.

Obwohl es zumindest im Fall von Blue Ivy bereits jetzt so aussieht, als könnte sie mal eine ganz Große in der Musikszene werden. Immerhin hat sie mit ihren 9 Jahren bereits einen Grammy und einen BET-Award abgesahnt. Zusammen mit ihrer Mutter erhielt sie den Preis für das beste Musikvideo zu "Brown Skin Girl".

Lockdown habe geholfen, „mehr übereinander zu lernen"

Die Musik-Ikone fügt außerdem hinzu, dass die Coronavirus-Pandemie der Familie die Möglichkeit gab, "sich wirklich zu verbinden" und sich einander näher zu fühlen. Das sei zwar am Anfang nicht leicht, aber sehr unabdingbar für die Familie gewesen: "Es war wichtig, sich wirklich auf die Familie und das Zusammensein zu konzentrieren und sich diese Zeit zu nehmen, um mehr übereinander zu lernen." Der Musikmogul gibt zu, dass seine Kinder eine Menge durchmachen müssen und alles, was er und Beyoncé tun können, ist, ihnen ein stabiles Umfeld und den Raum zu bieten, der zu sein, der sie sein wollen. Den Wünschen ihrer Kinder sind dabei keine Grenzen gesetzt: Wenn sie irgendwann ins Showbusiness wollen, toll, aber auch ein "normaler" Job sei für den 51-Jährigen vollkommen in Ordnung.