Er hat den Kampf gegen den Krebs verloren

Jan Fedder (†64): „Großstadtrevier“-Star tot in Hamburger Wohnung gefunden

01. Januar 2020 - 10:32 Uhr

Jan Fedder: Schauspiel-Legende tot in Wohnung aufgefunden

Er hat bis zuletzt gekämpft – doch kurz vor dem Jahreswechsel hat Jan Fedder den Kampf gegen den Krebs verloren. Im Alter von 64 Jahren ist der "Großstadtrevier"-Star verstorben. Die Polizei Hamburg bestätigt gegenüber RTL, dass der Schauspieler leblos in seiner Wohnung aufgefunden wurde.

Knapp 30 Jahre als Dirk Matthies im TV

Bereits im Herbst 2012 wurde bei Jan Fedder ein Mundhöhlenkarzinom diagnostiziert. Sofort hörte er mit dem Rauchen auf und unterzog sich einer strahlentherapeutischen Behandlung. Da ihn die Bestrahlung so schwächte, zog sich der "Großstadtrevier"-Star weitere Verletzungen zu: Er brach sich beide Beine, die Hüfte, die Kniescheiben. Die Schauspielerei gab er aber nie auf. Trotz einer kurzen Pause kehrte er schnell wieder ans Set zurück und mimte weiterhin Dirk Matthies, den er bereits seit 1991 verkörpert. 2017 zog er sich schließlich komplett aus der Öffentlichkeit zurück.

"Ich habe es 60 Jahre krachen lassen"

Im Sommer diesen Jahres gab er im Interview mit "Bild am Sonntag" zu: "Der Rollstuhl gehört jetzt halt zu meinem Leben." Gehadert habe er damit anfangs schon, allerdings sehe er das als Konsequenz seines exzessiven Lebensstils, "mit Alkohol, mit Drogen, Zigaretten und wunderbaren Frauen. Da ist der Rollstuhl jetzt die Strafe. Ich habe es 60 Jahre krachen lassen. Jetzt hat der liebe Gott entschieden, dass ich den Rest meines Lebens im Rollstuhl durch die Gegend fahre."

Seine Frau gab ihm bis zuletzt Kraft

Bildnummer: 60548811  Datum: 30.09.2013  Copyright: imago/Future ImageJan Fedder mit Gattin Marion beim Großstadtrevier-Spezial zu Jan Fedders 45. Bühnenjubiläum mit den Folgen Der zweite Mann und Der Neue auf dem 21. Filmfest Hamburg, 30.09.2013 Fot
Jan Fedder mit seiner Ehefrau Marion
© imago stock&people, imago

Im Juli gestand er in der Talkshow im Gespräch mit Beckmann, dass er in der schweren Zeit sogar an Selbstmord dachte: "Wenn alles Scheiße ist, fragt man sich, wozu das alles noch und ob man das Leben beenden sollte." Die nötige Kraft zum Durchhalten schenkte ihm seine Frau: "Die Liebe zu meiner Marion hat mich am Leben gehalten!" Die beiden waren seit 18 Jahren verheiratet.